Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

«Ich würde Einschränkungen beim Feuerwerk begrüssen»

Tierschützerin Susy Utzinger ermahnt Tierhalter, am 1. August besonders auf ihre Vierbeiner aufzupassen. Gleichzeitig hofft sie, dass Feuerwerksliebhaber auf laute Knallkörper verzichten.

Wer laut Susy Utzinger nicht auf Feuerwerk verzichten will, soll darauf achten, möglichst wenig Lärm zu verursachen., Katzen sollte man am 1. August unter Hausarrest stellen., Und beim Spaziergang mit dem Hund gilt Leinenpflicht.

Foto: Pixabay

«Ich würde Einschränkungen beim Feuerwerk begrüssen»

Der 1. August steht vor der Türe.  Trotz der starken Trockenheit ist Feuerwerk in vielen Zürcher Gemeinden, ausser im Wald und in Waldesnähe, erlaubt. Als Tierschützerin würden Sie wohl eher ein Verbot begrüssen?
Susy Utzinger: Generell begrüsse ich immer, wenn auf Feuerwerk verzichtet wird. Es schadet den Tieren und der Umwelt. Doch leider wissen wir aus den vergangenen Jahren, dass sich viele Leute nicht an ein Verbot halten und dann vor allem ihre Böller über mehrere Tage verteilt ablassen. Das macht es für Tierhalterinnen und Tierhalter noch schwieriger, sich vorzubereiten. Man weiss dann nie, wann geböllert wird.

Wie sollte man sich verhalten, um seine Tiere möglichst sicher durch diesen Feiertag zu bringen?
Grundsätzlich können Besitzer ihre Tiere gut einschätzen. Hunde sind oft etwas nervöser, gewisse Katzen können einen 1. August auch «easier» nehmen. Trotzdem sollte man gewisse Vorsichtsmassnahmen einhalten.

Katzen stellt man an diesem Tag unter Hausarrest, damit sie nicht in der Panik draussen wegrennen. Bei Hunden gilt: Leinenpflicht! Ein schreckhafter Hund könnte sonst weglaufen, wenn zum Beispiel in der Nähe ein Böller explodiert. Bei ganz ängstlichen Hunden sollte man vorher sogar mit dem Tierarzt Kontakt aufnehmen. Es gibt spezielle Beruhigungsmittel. Ganz wichtig ist aber: Ja nicht eigene Medikamente verwenden. Tiere vertragen die nicht.

Sind diese Massnahmen nicht etwas übertrieben?
Es gibt jedes Jahr zig Meldungen von Tieren, die aus Panik wegen einem Feuerwerk davongelaufen sind. Der Tierrettungsdienst hat nach dem 1. August oder an Neujahr stets alle Hände voll zu tun. Und es sind ja nicht nur Haustiere, die unter einem Feuerwerk leiden, sondern auch Wildtiere. Vögel werden zum Beispiel aufgescheucht. Die meisten von ihnen können in der Nacht nichts sehen und sind dann blind auf der Flucht vor diesem Knall.

«Niemand will einem Kind das Wunderkerzli wegnehmen.»

Kann man überhaupt ein tierfreundliches Feuerwerk veranstalten?
Optimal ist sicherlich der Verzicht. Wer das nicht ganz möchte, sollte darauf achten, möglichst wenig Lärm zu veranstalten. Und Böller sollte man ganz bestimmt weglassen.

Aus Ihrer Sicht wäre es wohl sinnvoller, Feuerwerk ganz zu verbieten?
Ich würde Einschränkungen beim Feuerwerk begrüssen. Aber am wichtigsten wäre, dass man bei den Böllern ansetzt. Die sind so laut, das haut einen ja richtig aus den Schuhen. Eine weitere Überlegung ist, dass Feuerwerke auf gewisse Anlässe beschränkt und nicht mehr von Privaten gezündet werden dürfen. Aber niemand will einem Kind das Wunderkerzli wegnehmen.

Sie besitzen Hunde. Wie bereiten Sie diese auf allfällige Böller am 1. August vor?
Dieses Jahr gar nicht. Wie viele Hundehalterinnen und -halter bin ich im Sommer oft im Ausland. Aktuell bin ich in Ungarn im Einsatz für meine Tierschutzstiftung. Und meine Hunde sind bei mir. So feiere ich einen feuerwerksfreien 1. August.

Zur Person:  Susy Utzinger setzt sich seit Jahrzehnten aktiv für den Tierschutz, vor allem im Haus- und Heimtierbereich ein. Sie ist Geschäftsführerin der Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz mit Sitz in Kollbrunn und Stiftungsratspräsidentin der Stiftung «TierRettungsDienst – Leben hat Vortritt».

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns