Wir schreiben das Jahr 1535. Der Martin Luther Verehrer und Freund des Reformators Huldriych Zwingli, Johannes Stumpf, ist seit zehn Jahren Pfarrer in Bubikon.
Also an jenem Ort, wo durch das neue Theaterstück «de Stumpf im Sumpf» das damalige Zeitgeschehen ab dem 17. Juni als Freilichtspiel wieder zum Leben erweckt wird. Dafür sorgen 20 Laienschauspielerinnen und Laienschauspieler sowie die Theatermusiker Claude Hutter und Markus Landolt.
Zu scheu zum Betteln
Stumpf sollte massgeblich dazu beitragen, die Reformation im Zürcher Oberland voranzutreiben. Der Pfarrer, der ursprünglich aus Deutschland stammte und eine schwere Jugend hatte, bekam in frühen Jahren, als er seinen Lebensunterhalt als Schafhüter bestreiten musste, eine Eingebung – er solle Priester werden.
Obwohl er aus einer mittelständischen Familie stammte, profitierte er zwar bildungstechnisch vom Schulgeld seiner Eltern, doch musste dafür alle anderen Kosten selbst tragen. Da Stumpf zum Betteln zu scheu war, entschied er sich, Schafe zu hüten.

