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Hobbyfotografen sollen Bauma für die Ewigkeit festhalten

Bauma verändert sich und das Ortsbild ist im Wandel. Walter Ledermann, Präsident der Chronikkommission, sucht deshalb Hobbyfotografen, die das Bauma von heute fotografieren.

Die Baumer Kirche 1900 und 2019: Damit das ganze Ortsbild von heute festgehalten wird, sucht das Chronikarchiv Fotografen., Walter Ledermann, der Leiter des Chronikarchivs, ist zuversichtlich, dass sich genügend Personen melden., Viele Fotos im Archiv stammen vom Chronisten Walter Sprenger (links). Hier auf einer Aufnahme von 2012 mit Walter Ledermann.

Archivfoto: Fabio Meier

Hobbyfotografen sollen Bauma für die Ewigkeit festhalten

Herr Ledermann, die Chronikkommission Bauma sucht Hobbyfotografen. Wieso haben sie diesen Aufruf gestartet?
Walter Ledermann: Bauma ist im Wandel. Es werden viele neue Häuser gebaut, andere werden abgerissen. Wir wollen, dass die Veränderungen auch im Chronikarchiv festgehalten werden. Früher hatten wir Walter Sprenger. Er ist nicht nur Ortschronist, sondern hat auch über 10’000 Fotos gemacht. Etwa 2000 davon kann man auf unserer Website anschauen. Doch seit er altershalber nicht mehr dabei ist, fehlen uns neuere Aufnahmen. Deswegen suchen wir nun Hobbyfotografen, die uns helfen, Bauma zu dokumentieren.

Die Mitglieder der Chronikkommission konnten diese Aufgabe also nicht übernehmen?
Nein, das übersteigt unsere Möglichkeiten. Wir sind ein fünfköpfiges Team und haben bereits sehr viel zu tun. Ich selber habe immer wieder Fotos gemacht. Aber ich musste schnell merken, dass ich kaum alles dokumentieren kann. Deshalb wäre es wichtig, dass wir diese Aufgabe auf möglichst viele Schultern verteilen können.

Wie muss man sich die Arbeit als Fotograf für die Chronikkommission vorstellen?
Optimal wäre es natürlich, wenn wir Personen aus allen verschiedenen Ortsteilen hätten. Jemand könnte sich um Saland kümmern, eine andere Person um Lipperschwendi und so weiter. Sie machen in ihrer Umgebung Fotos, wenn sich etwas tut. Es wäre dann die Aufgabe unserer Fotografinnen und Fotografen, beispielsweise eine Wiese zu fotografieren, bevor sie verbaut wird. Damit man später noch weiss, wie es einmal ausgesehen hat.

«Man braucht keine teure Ausrüstung, allenfalls reicht sogar ein gutes Handy.»

Können Sie ein konkretes Beispiel nennen, das derzeit aktuell ist?
Das Hallenbad. Das wird jetzt saniert und nach der Neueröffnung wird es anders anders aussehen als bisher. Wir wollen aber auch später noch zeigen können, wie das Bad vor der Sanierung ausgesehen hat. 

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, wenn man für das Chronikarchiv fotografieren möchte?
Wir sprechen bewusst Hobbyfotografen an. Man braucht keine teure Ausrüstung, allenfalls reicht sogar ein gutes Handy. Wichtig ist, dass man sich mit dem Dorf verbunden fühlt und bereit ist, wichtige Erinnerungen für die Zukunft zu bewahren. Und das ehrenamtlich.

Sind Sie sicher, dass sich Freiwillige melden, die diese Aufgabe übernehmen wollen?
Ja, das bin ich. Denn als Präsident der Chronikkommission stelle ich fest, dass es ganz viele Leute gibt, die sich für die Geschichte ihres Dorfes interessieren. Wöchentlich erhalte ich eine Anfrage, ob ich nicht etwas aus unserem Archiv heraussuchen kann. Es gibt auch immer wieder Personen, die einen Stapel alter Fotos bei uns vorbeibringen. Das Chronikarchiv ist also keine verstaubte Organisation, wir beteiligen uns aktiv am Gemeindeleben und werden geschätzt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir Fotografen finden können.

Wer interessiert ist, Fotos für das Chronikarchiv zu schiessen, kann sich per Mail an chronik-bauma@gmx.net melden. 

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