Elmar Hüppi staunte nicht schlecht, als er im Frühling 2021 die Zeitung «Zürcher Bauer» öffnete. Darin las der Landwirt aus Herschmettlen, dass der Kanton gewisse Gebiete als «prioritäre Potenzialflächen für Feuchtgebiete» eingestuft hatte.
Als Hüppi danach auf die Online-Karte schaute, musste er leer Schlucken: Auch eines seiner Felder ist als Potenzialfläche bezeichnet. «Ich fiel aus allen Wolken, ich hatte davor nämlich noch nie etwas davon gehört», erinnert sich der Landwirt.
Prioritäre Potenzialflächen für Feuchtgebiete (PPF)
Der Kanton will, dass auf bestimmten Flächen im Kanton wieder Feuchtgebiete entstehen können. Denn diese gehören zu Hotspots der Biodiversität. Das entspricht dem gesetzlichen Auftrag für den ökologischen Ausgleich zu sorgen.
Das Amt für Landschaft und Natur hat deshalb auf dem ganzen Kantonsgebiete insgesamt 1300 Hektaren Land als sogenannte «prioritäre Potenzialflächen für Feuchtgebiete» (PPF) definiert. Auf ihnen darf nichts mehr geschehen, das ihr Potenzial einer Regeneration verschlechtern würde. Im Fokus der Strategie stehen unter anderem ehemalige Moorflächen, die durch Drainierung zu Ackerland wurden.

