Die Krise auf dem Rohstoffmarkt geht auch am Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland (DVZO) nicht spurlos vorbei. Bisher bezog der Verein Steinkohle aus einer Zeche aus Wales. Das ist künftig jedoch nicht mehr möglich, da dort keine passende Kohle mehr gefördert wird – nur noch Kohlestaub.
Nun ist der Verein auf der Suche nach Alternativen. Doch das ist gar nicht so einfach. «Wir brauchen Kohle, die einen hohen Energiegehalt hat», erklärt Christian Schlatter, Kommunikationsverantwortlicher des DVZO. Während industrielle Abnehmer auch mit Kohlestaub arbeiten können, braucht eine Dampflokomotive Stückkohle.
Kohle ist ein Energieträger. Wird diese im Kessel verbrannt, setzt das Energie frei, welche die Lok betreibt. In Kohlekraftwerken und der Industrie kommt man auch mit im Verhältnis minderwertiger Kohle oder Kohlestaub aus. Beides hat einen tieferen Energiegehalt. Das heisst, man braucht mehr Rohstoff um gleich viel Energie zu gewinnen.
Aktuell testet der DVZO verschiedene Kohlen aus England, das für seine hochwertige Kohle bekannt ist. Dabei hat er auch ein neuartiges Produkt in Betracht gezogen namens Ecoal. Dieses wird aus Anthrazit- und Bio-Kohle hergestellt. Letztere besteht aus verkohlten Olivensteinen. «Leider mussten wir bei ersten Tests feststellen, dass die Energiedichte für uns nicht hoch genug ist», sagt Schlatter.

