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Politik

Marco Nuzzi schreibt in Illnau-Effretikon Geschichte

Der FDP-Stadtrat Marco Nuzzi ist zum neuen Stadtpräsidenten von Illnau-Effretikon gewählt worden. Er ist der erste Bürgerliche in diesem Amt.

Es ist ein kleiner Schritt für den Bürger, aber ein grosser für den Politiker Ueli Müller. «Ein letztes Mal, darf ich jetzt noch die Treppe hinaufsteigen, um ein Ergebnis bekanntzugeben», meint der nach elf Jahren abtretende Stadtpräsident von Illnau-Effretikon leicht scherzhaft, als er sich am Sonntagnachmittag im Foyer des Stadthauses anschickt, seinen Nachfolger zu präsentieren.

Was danach kommt, ist indessen weder formell, noch amüsant. Sondern vielmehr historisch. «Gewählt ist mit 55 Prozent der Stimmen Stadtrat Marco Nuzzi», erklärt der Sozialdemokrat unter Beifall der rund 20 Anwesenden. Und bestätigt damit offiziell, dass das Amt zum ersten Mal seit der Einführung der parlamentarischen Strukturen 1974 in bürgerliche Hände fällt.

Mit 2289 Stimmen hat der 40-jährige FDP-Stadtrat 435 Stimmen mehr erhalten als sein Kontrahent, der SP-Stadtrat Samuel Wüst (1854). Die Stimmbeteiligung lag bei 41,61 Prozent und damit gut fünf Prozent höher als noch im ersten Wahlgang.

Ein Sohn der Stadt

In einer ersten Reaktion zeigt sich Nuzzi gefasst und nüchtern. Die Emotionen sind dennoch deutlich spürbar. So spricht der Hochbauvorsteher von einem «wunderbaren Geschenk», das ihm sowohl die Wählerinnen und Wähler als auch seine zahlreichen Unterstützer gemacht haben.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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