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Kezo soll bald sieben Oberländer Gemeinden Wärme spenden

Die kantonale Stimmbevölkerung hat im November 2021 die Revision des Energiegesetzes angenommen. Deswegen stehen derzeit sieben Gemeinden und Städte im Oberland vor der Aufgabe, ein neues Versorgungskonzept für ökologische Fernwärme zu erarbeiten.

Ab 2028 soll die Kezo in Hinwil sieben Gemeinden und Städte mit Fernwärme versorgen., Die Projektkoordinatorin Marie-Therese Büsser beschäftigt sich derzeit mit Machbarkeitsstudien.

Archivfoto: PD

Kezo soll bald sieben Oberländer Gemeinden Wärme spenden

Gemäss dem heutigen Planungsstand wird die Kehrichtverbrennungsanlage Hinwil (Kezo) künftig Lieferantin von Fernwärme für sieben Gemeinden und Städte. Konkret sind dies Bubikon, Dürnten, Rüti, Hinwil, Wetzikon, Pfäffikon und Uster. So sieht es das Projekt «Fernwärme Zürcher Oberland» vor.

Die dafür zuständige Koordinatorin und Geschäftsleitungsmitglied der Stadtverwaltung Wetzikon, Marie-Therese Büsser, äusserte sich gegenüber der Redaktion zu Einzelheiten bezüglich des aktuellen Stands des Projekts.

Sie erläutert, wie die künftigen Schritte zu einer klimaneutralen Energieversorgung in weiten Teilen des Zürcher Oberlands aussehen. Definitiv will man die Bevölkerung in der zweiten Jahreshälfte des laufenden Jahres informieren.

Wetzikons Fernwärme-Konzept soll bald stehen

04.05.2022

Dank Kezo Hinwil

Ein Grossteil der Wetziker sagte vor anderthalb Jahren Ja zum Gegenvorschlag der «Fernwärme-Initi Beitrag in Merkliste speichern Diesbezüglich ist zurzeit eine Machbarkeitsstudie im Gang, die ermitteln soll, wie hoch der Fernwärmebedarf in den einzelnen Gemeinden ist. Ebenso muss geklärt werden, wie sich das Versorgungskonzept und dessen technische Machbarkeit gestalten.

Sicher ist: Die Kezo plant in ihrem parallel laufenden Projekt «Kezo 2028» binnen sechs Jahren einen Ersatzneubau ihrer Anlage – darunter den Bau einer neuen Ofenlinie. Somit ist die Kehrichtverbrennungsanlage künftig im Stande, trotz einer Reduktion ihrer Verbrennungskapazität deutlich mehr Fern- und Abwärme zu liefern.

Auf einer Karte sind sieben Gemeinden zu sehen, die künftig vom selben Fernwärmenetz profitieren sollen.

Frau Büsser, die Kezo wird ab 2028 als Lieferantin für sieben Gemeinden und Städte zur Verfügung stehen. Gibt es zum Versorgungsnetz bereits konkrete Pläne? Es handelt sich schliesslich um ein riesiges Gebiet, das es zu versorgen gilt.
Marie-Therese Büsser:  Im Rahmen der fast fertigen Machbarkeitsstudie wurden sowohl das regionale Transportnetz als auch die mögliche Versorgung in den Gemeinden bearbeitet. Eine solche Studie untersucht allerdings nur die generelle Machbarkeit bezüglich Technik und Linienführung. Details werden aber in einem nachfolgenden Vorprojekt konkretisiert werden müssen.

Wie sehr ist das Projekt «Fernwärme Züricher Oberland» von diesen abhängig? Geht man bereits jetzt definitiv davon aus, dass die Kezo in der Lage sein wird, alle Gemeinden mit genügend Energie zu versorgen?
Eine Machbarkeitsstudie ist die Grundlage, welche darüber Auskunft gibt, ob genügend Wärme geliefert werden kann und ob der Bedarf genügend hoch ist. Zudem werden die möglichen Leitungsführungen untersucht. Schlussendlich wird die Wirtschaftlichkeit beurteilt. Alle Grundlagen zusammen werden zeigen, ob das Projekt weiterverfolgt wird und welche Gemeinden sich an der Weiterentwicklung beteiligen wollen. Die neue Anlage der KEZO wird parallel dazu technisch entwickelt.

Käme das Projekt zustande, wäre dann der Bau eines einzigen Netzes geplant, dass von der Kezo in Hinwil in alle sieben Orte geleitet wird?
Ja, da alle sieben Orte erschlossen werden müssen.

Welche Rolle würde eine Trägerschaft, welche die Verantwortung auf die einzelnen Städte und Gemeinden verteilt, spielen?
In der noch nicht ganz beendeten Trägerschaftsstudie werden verschiedene Möglichkeiten einer Trägerschaft oder Organisation mit Vor- und Nachteilen untersucht. Sobald die Studie beendet ist, wird der Projektsteuerungsschuss darüber diskutieren und Beschluss fassen.

Haben Sie seitens der Projektleitung bereits einen aktuellen Wissenstand, wie hoch die Kosten des Projekts sein werden?
Die Kosten werden nach Abschluss der Machbarkeitsstudie vorliegen und im Steuerungsausschuss diskutiert.

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