Während der Pandemie ein Theaterensemble gründen: Genau das hat Charlotte Joss, Leiterin des Zeller Chortheaters, gemacht. Zusammen mit ihren beiden erwachsenen Kindern Sarah und Killian Deissler hat sie im Jahr 2020 das Theater Walouf ins Leben gerufen.
«Bereits während des ersten Lockdowns haben wir Pläne geschmiedet», erinnert sich Joss. «Denn zu dieser Zeit hatten wir so viele Kolleginnen und Kollegen, die arbeitslos waren, keine staatliche Unterstützung erhielten und stark unter dieser Situation litten.»
Das erste Stück des Theaterensembles mit dem Titel «Es ist zu viel für eine*n allein» handelt denn auch genau von diesem Problem. «Es geht um Einsamkeit, Perspektivenmangel, Isolation», sagt die Künstlerin. Neben den drei Gründern sind vier weitere Schauspielerinnen am Projekt beteiligt.
Traurig und lustig
Im Zentrum steht eine Zirkustruppe aus fünf Artistinnen, einem Direktor und Zirkusmusiker. «Das Publikum erlebt, wie die Figuren den Abend verbringen.» Immer wieder entstehen Ideen, die wieder in sich zusammenfallen. «Die Artistinnen befinden sich in Schaukästen und sind deshalb wie ausgestellt.»

