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Wetzikons Fernwärme-Konzept soll bald stehen

Ein Grossteil der Wetziker sagte vor anderthalb Jahren Ja zum Gegenvorschlag der «Fernwärme-Initiative». Jetzt liegt der Ball beim Stadtrat. Der soll ein Konzept für eine nachhaltige Wärmeversorgung vorlegen.

Ein Teil der Fernwärme für die Stadt Wetzikon könnte schon bald aus der Kezo Hinwil abgeleitet werden., Die Fernwärme-Initiative gab im Jahr 2018 den Anstoss, dass der Verbrauch von Fossilenergie in Wetzikon reduziert werden soll.

Archivbild: PD

Wetzikons Fernwärme-Konzept soll bald stehen

Bis Mitte Mai möchte die Stadt Wetzikon, genauer gesagt der Tiefbau- und Energievorsteher Pascal Bassu (SP) sowie die zuständige Projektleiterin Marie-Therese Büsser, ein Konzept für die Grundlagen der künftigen Wärmeversorgung in Wetzikon vorlegen. Noch heute wird in Wetzikon grösstenteils mit fossilen Energien wie Öl und Gas geheizt. Am 29. November 2020 sagten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger klar, dass sich dies ändern soll.

Junger Grüner gab Anstoss

Benjamin Walder (Grüne) hatte im Jahr 2018 im Rahmen seiner Maturarbeit die Idee, dass die gesamte Energieversorgung in Wetzikon durch die Abwärme der Kehrichtverbrennungsanlage Hinwil (Kezo) gewährleistet werden könnte. Dort werden pro Jahr 190’000 Tonnen Abfall verbrannt, wobei diese Energie zu 75 Prozent ungenutzt bleibt.

Infolgedessen lancierte Walder die Fernwärme-Initiative. Da die Abwärme der Kezo sowieso entstehe und der Brennstoff schon vollständig durch die Kehrichtgebühren finanziert würde, bezeichnete Walder die Energie damals als «Gratis-Energie».

Ist die Fernwärme aus der Kezo wirklich gratis?

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Der Wetziker Stadtrat erarbeitete daraufhin einen Gegenvorschlag, da die in der Initiative enthaltenen Forderungen, wie der definitive Bau von Fernwärmenetzen, dem Stadtrat sowie der Energiekommission zu wenig Spielraum boten.

Laut dem Stadtrat und der Energiekommission habe sich die Initiative zu stark auf die Kezo und die Fernwärme fokussiert. Der Stadtrat zog schon damals gezielte Fördermassnahmen für den Ersatz von fossiler Wärme und Gebäudesanierungen dem Aufbau eines Fernwärmenetzes ab der Kezo vor. «Es war uns wichtig, den Fächer weiter zu öffnen, um keine Möglichkeiten auszuschliessen», sagt Bassu.

«Es war uns wichtig, den Fächer weiter zu öffnen, um keine Möglichkeiten auszuschliessen.»
Pascal Bassu (SP), Tiefbau- und Energievorsteher

Die Initianten waren mit dem Gegenvorschlag einverstanden und zogen ihre Initiative zurück. Für sie war jedoch von zentraler Bedeutung, dass die Prüfung der Fernwärme aus der Kezo Hinwil im Gegenvorschlag enthalten blieb.

Mittlerweile hat der Stadtrat die Gewissheit, dass die Kezo an einer neuen Energiestrategie interessiert ist und zudem eine neue Ofenlinie plant, die ein wichtiges Element für die Ableitung der Fernwärme darstellt. Mit einer Fernwärmeversorgung aus der Kezo ist jedoch erst ab dem Jahr 2028 zu rechnen.

Stadtrat will bald informieren

Seit gut eineinhalb Jahren ist der Stadtrat mit der Aufgabe betraut, Varianten für die Nutzung der Abwärme der Kezo und anderer Wärmequellen zu erarbeiten. Dabei geht es um die Nutzung einzelner Energiequellen und den Übergang zur künftigen Wärmeversorgung. Pascal Bassu (SP) bezeichnete die Vorlage Ende 2020 als «Meilenstein für die Wärmeversorgung der Stadt Wetzikon.» Laut dem Energievorsteher möchte man zeitnah und konkret über die Einzelheiten der nächsten Schritte dieses Grossprojektes informieren.

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