Die beiden Kantonsrätinnen Theres Agosti Monn (SP Turbenthal) sowie Yvonne Bürgin (Mitte Rüti) unterstützen eine Motion, die Ende Januar an den Züricher Kantonsrat, genauer gesagt an den Baudirektor Martin Neukomm (Grüne), gerichtet und äusserst knapp mit 84 zu 83 Stimmen angenommen wurde.
Es geht darum, der künstlichen Lichtverschmutzung Einhalt zu gebieten, die nachts in ihrer natürlichen Form nur noch in wenigen Gebieten, wie zum Beispiel in Fischenthal, zu erleben ist. Theres Agosti Monn forderte eine konkrete kantonale Lichtplanung. Die reduzierte Lichtverschmutzung solle in die Zürcher Raumplanungsgesetze sowie in den Richtplan aufgenommen werden.
«Das Wort ‹Lichtverschmutzung› existiert noch überhaupt nicht im kantonalen Richtplan.»
Yvonne Bürgin (Mitte), künftige Rütner Gemeindepräsidentin
«Das Wort ‹Lichtverschmutzung› existiert noch überhaupt nicht im kantonalen Richtplan», sagt die künftige Rütner Gemeindepräsidentin und Mitmotionärin Yvonne Bürgin. Es sei wichtig, ländliche Gebiete, die noch nicht von Lichtemissionen betroffen sind, frühzeitig zu schützen. «Innerorts ist es dank neuer Technologie zwar möglich, nicht nur Strom zu sparen, sondern auch Licht zu reduzieren, aber es muss ja auch die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet sein», sagt Bürgin.
In Regionen, wo die Lichtverschmutzung am stärksten ist, denkt sie an den Einsatz von möglichst angepassten Beleuchtungsmodellen und verweist auf Bewegungssensoren. «Mir geht es vor allem darum, dass nicht eines Tages ein Gebiet wie um den Bachtel hell in die Nacht leuchtet», so Bürgin.

