Die Stadt Wetzikon will Eltern mehr unterstützen
Gemäss einer Studie der Credit Suisse, die im letzten Jahr veröffentlicht wurde, können sich selbst Eltern mit einem durchschnittlichen Einkommen die Kita-Betreuung ihrer Kinder nicht mehr leisten. Deshalb werden sie von den Gemeinden finanziell unterstützt.
Die Schulpflege Wetzikon hat im Rahmen der von der Gemeinderätin Advije Delhasani (SP) eingereichten Motion «Zahlbare Kitaplätze» den gesamten Bereich der familienergänzenden Betreuung von Kindern im Vorschulalter überprüft und überarbeitet. Der Stadt Wetzikon steht seit 2013 für die familienergänzende Kinderbetreuung ein Kredit von gerade einmal 480’000 Franken zur Verfügung. Dies schreibt die Stadt in einer Mitteilung.
Mit diesem Beitrag könnten den Eltern in Wetzikon kaum ausreichende Unterstützungsbeiträge bezahlt werden. «Die Ressourcen wurden zu knapp bemessen», gestand der Stadtrat schon im letzten Jahr. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei es deshalb notwendig, dass in Wetzikon ein neues Finanzierungsmodell für die Subventionierung der familienergänzenden Betreuung eingeführt werde.
Stadt will Eltern bei den Kita-Kosten stärker unter die Arme greifen
27.07.2021

Mehr Geld für Kinderbetreuung in Wetzikon
Die Stadt Wetzikon gehört bei den Beiträgen an die externe Kinderbetreuung schweizweit zu den Sch Beitrag in Merkliste speichern
Beiträge unabhängig des Kita-Standorts
Unterstützungsleistungen sollen künftig zudem unabhängig vom Standort der gewählten Betreuungsinstitution ausgerichtet werden. Eltern aus Wetzikon, die ihre Kinder in einer Kindertagesstätte ausserhalb der Stadt eingeschrieben haben, sollen ebenfalls Beiträge an die Betreuungskosten erhalten.
Bis anhin hat die Stadt Wetzikon nur Subventionen an Eltern bezahlt, deren Kinder in Wetziker Institutionen betreut wurden.
Wie im bisherigen bleibt auch im neuen Finanzierungsmodell der Grundsatz bestehen, dass die Stadt Unterstützungsbeiträge direkt den Eltern und nicht den Betreuungsinstitutionen ausbezahlt. Zudem gelte weiterhin die Vorgabe, dass die Eltern aufgrund ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit subventioniert werden. Neu jedoch auf der Basis des steuerbaren Einkommens unter Berücksichtigung ihrer Vermögenssituation.
Unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Situation müssen die Eltern einen Mindestbeitrag von 20 Franken pro Tag an eine Ganztagesbetreuung in einer Kita bezahlen. Von der Stadt erhalten sie dafür eine maximale Subventionszahlung von 100 Franken für dieses Angebot.
Wetzikon als attraktiver Wohnort
Ein neues Finanzierungsmodell für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung könnte sich für Wetzikon vorteilhaft auswirken, schreibt die Stadt. Heute würden in jungen Familien auch die Mütter nach der Geburt ihrer Kinder zumindest in Teilzeit arbeitstätig bleiben wollen, um ihre Ausbildung weiter nutzen zu können und den Anschluss im Berufsleben nicht zu verlieren.
« Auch die Kinder und die Schule profitieren schlussendlich von der neuen Regelung. »
Jürg Schuler, Stadtrat Bildung und Jugend
So hätten sie die Möglichkeit, das Familienbudget aufzubessern, was im Endeffekt auch zu höheren Steuereinnahmen führen könne. « Auch die Kinder und die Schule profitieren schlussendlich von der neuen Regelung » , sagt Jürg Schuler, Stadtrat Bildung und Jugend.
Haben die Eltern bessere Betreuungsmöglichkeiten, sei die Bereitschaft und die Möglichkeit höher, Kinder in Kindertagesstätten unterzubringen. Dies wiederum wirke sich positiv auf den Übergang in den Kindergarten aus.
Die neue Verordnung über die Ausrichtung von Gemeindebeiträgen an familienergänzende Betreuungsverhältnisse in Kindertagesstätten und Tagesfamilien wurde von der Schulpflege erarbeitet und soll per 1. Januar 2023 in Kraft gesetzt werden. Der Antrag und der Bericht zur Motion « Zahlbare Kitaplätze » werden dem Parlament zur Beschlussfassung unterbreitet. (lda)