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Russiker entschieden zum letzten Mal über Einbürgerung

Am Montagabend fand in der Mehrzweckhalle Riedhus die erste von drei Gemeindeversammlungen dieses Jahres statt. Zu verhandeln gab es lediglich drei Traktanden sowie die Einbürgerung einer Familie.

An der ersten Gemeindeversammlung des Jahres nahmen 71 Stimmberechtigte aus Russikon teil.

Symbolbild: Simon Grässle

Russiker entschieden zum letzten Mal über Einbürgerung

Über vier verschiedene Traktanden musste am Montagabend in Russikon abgestimmt werden. Insgesamt waren 71 Stimmberechtigte im Riedhus anwesend.

Auf der Liste standen neben einer Einbürgerung die Totalrevision der Entschädigungsverordnung, die Totalrevision der Personalverordnung sowie die Projekt- und Kreditbewilligung für das Strassensanierungsprojekt an der Stuketen- und Kilchacherstrasse.

Jährliche Mehrkosten

Die Bürgerinnen und Bürger von Russikon hatten darüber zu entscheiden, ob man die Entschädigungen für Behördenmitglieder künftig in Form von jährlichen, aufwandsbezogenen Pauschalen bewilligen soll. Bereits im vergangenen November wurde dazu eine öffentliche Vernehmlassung durchgeführt. Die bisherige Entschädigungsverordnung war bereits 20 Jahre in Kraft und musste neu ausgerichtet werden.

Insgesamt rechnet Russikon nun mit jährlichen Mehrkosten von rund 45’000 Franken beim Gemeinderat, rund 5’000 Franken bei der Schulpflege, zirka 1’000 Franken bei der Gesellschaftskommission sowie etwa 3’000 Franken bei der Rechnungsprüfungskommission (RPK).

Die im Vergleich zu den anderen Gremien massiv höheren Kosten im Gemeinderat sind darauf zurückzuführen, dass die Kosten für das Amt des Schulpräsidiums neu über den Gemeinderat verrechnet werden. Die neue Entschädigungsverordnung wurde ohne Diskussion mit einem grossen Mehr angenommen.  

Neue Personalverordnung

Hinsichtlich der neuen Personalverordnung entstand ebenfalls keine Diskussion. Lediglich eine Gegenstimme wurde an diesem Abend registriert. Auch die bisherige Personalverordnung stammte noch aus dem Jahr 2002 und wird aufgrund eines grossen Mehrs seitens der Stimmberechtigten per 1. Juli in Kraft treten.

Neu sind die Arbeitsverhältnisse aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Russikon in einer Verordnung abgebildet. Diese beinhaltet Verwaltungsangestellte, Gemeindeangestellte im Aussendienst oder auch das Schulpersonal.

Ja zum Strassenbauprojekt

Seitens der Rechnungsprüfungskommission (RPK) sowie des politischen Gemeindeforums Russikon (PGR) gingen im Vorfeld zwei Rückweisungsanträge beim Gemeinderat ein, die verlangten, dass man das Strassensanierungsprojekt mit Gesamtkosten von 565’000 Franken an der Stuketen- und Kilchacherstrasse ablehnen solle.

Die schliesslich zusammengefassten Anträge wurden jedoch lediglich mit 17 Stimmen befürwortet. An der Schlussabstimmung wurde das Projekt genehmigt.

Letzte Einbürgerung

Zum Schluss des Abends wurde einem deutschen Ehepaar mit drei Kindern das Bürgerrecht zugesprochen. Es war in Russikon die letzte Einbürgerung, über die an einer Gemeindeversammlung entschieden wurde. Per 1. Juli wird es gemäss der neuen Gemeindeverordnung nur noch dem Gemeinderat zustehen, Einbürgerungen zu vollziehen.

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