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Egger sagen Ja zu Sporthalle aber Nein zu Tempo 30

Die Realisierung der neuen Trainingshalle Schürwies hat am Montagabend an der Gemeindeversammlung eine weitere Hürde genommen. Den Kredit für weitere Tempo-30-Zonen schickte der Egger Souverän jedoch bachab.

Eine Mehrheit der Egger sieht keinen Handlungsbedarf in Sachen Tempo 30 in der Gemeinde.

Archivfoto: Christian Merz

Egger sagen Ja zu Sporthalle aber Nein zu Tempo 30

Die Sportvereine hatten mobil gemacht und es hat sich gelohnt: Am Montag sprach sich die Egger Gemeindeversammlung mit 274 Ja- und 14 Nein-Stimmen deutlich für die neue Trainingshalle Schürwies aus. Konkret ging es um das kostenlose Baurecht sowie ein zinsloses Darlehen über eine Million Franken durch die Gemeinde zu Gunsten des Trägervereins Trainingshalle Schürwies.

Die neu aufgenommene Schulraumplanung in Egg sieht keine zusätzlichen Hallenplätze vor, sondern nur der Ersatz der bestehenden Hallen für den Schulbedarf ohne Kapazitätsausbau vorsieht. Darum nahmen die Egger Sportvereine das Heft selbst in die Hand. Unter der Federführung der IG Sport Egg haben sie eine Standortevaluation durchgeführt, den Trägerverein gegründet und einen baurechtlichen Vorentscheid eingeholt.

Viel Eigenleistung der Vereine nötig

Mit dem Ja an der Gemeindeversammlung hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein genommen. Als nächstes gilt es, die definitive Baueingabe einzureichen, den Baurechtsvertrag zu unterzeichnen und das Projekt weiter voranzutreiben.

Visualisierung der geplanten Trainingshalle Schürwies.

Es ist vorgesehen, dass der Trägerverein die Halle in Eigenregie erstellt. Die Investitionskosten betragen rund 2,1 Millionen Franken. Neben dem Darlehen der Gemeinde werden rund 315’000 Franken der Gesamtkosten vom kantonalen Sportfonds übernommen, der Rest wird durch Sponsoren- und Eigenleistungen finanziert. Die Betriebskosten werden von den Vereinen alleine getragen.

Tempo 30 im Herbst noch gewünscht

Weniger Konsens herrschte am Montagabend im Hirschensaal bezüglich Tempo 30 in der Gemeinde. Die bisher realisierten Tempo-30-Zonen wurden aufgrund von Petitionen aus den jeweiligen Quartieren realisiert. Um eine «Gleichbehandlung für alle Einwohnerinnen Einwohner von Egg zu erreichen» hatte der Gemeinderat im letzten Jahr beschlossen, eine Gesamtschau über das ganze Gemeindegebiet erarbeiten zu lassen.

Noch im letzten September sprachen sich die meisten der rund 100 versammelten Personen an einer Informationsveranstaltung positiv gegenüber dem Thema aus und forderten gar eine schnellere Umsetzung.

Kosten und Nutzen nicht im Gleichgewicht

Der Rahmenkredit über 380’000 Franken zur Einführung von weiteren Tempo-30-Zonen wurde nun aber mit 181 Nein- zu 103 Ja-Stimmen abgelehnt. Der Hauptkritikpunkt: Die Geschwindigkeit auf den betroffenen Strassenabschnitten sei sowieso nicht besonders kritisch. Die Kosten seien darum im Vergleich zum effektiven Nutzen, der die Verkehrsberuhigung bringen würde, zu teuer.

Ebenfalls auf der Geschäftsliste stand die Genehmigung eines Kredits über 1,425 Millionen Franken für die Realisierung der Schulraumerweiterung auf dem Schulareal Vogelsang. Zudem die Abrechnung des Kostenpflichtanteils der Politischen Gemeinde an der Landumlegung Egg mit Gesamtkosten über rund 570’000 Franken und einer Kreditunterschreitung von rund 135’000 Franken. Beide Traktanden wurden ohne Diskussion genehmigt.

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