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Stadt Uster öffnet Zivilschutzunterkunft für Flüchtende aus der Ukraine

Die Stadt Uster öffnet am kommenden Montag, 21. März 2022, ihre Zivilschutzunterkunft Gschwader für Flüchtende aus der Ukraine. Zugleich sucht sie intensiv nach weiteren Plätzen für die Betroffenen.

Foto: PD

Stadt Uster öffnet Zivilschutzunterkunft für Flüchtende aus der Ukraine

Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine vor drei Wochen sind bisher über drei Millionen Menschen auf der Flucht. In den vergangenen Tagen sind bereits mehrere tausend Personen in der Schweiz angekommen.

Auch in der Stadt Uster halten sich bereits vereinzelte Flüchtlinge aus der Ukraine auf. Sie konnten bislang privat untergebracht werden.

Die kantonale Sicherheitsdirektion hat die Gemeinden gebeten, umgehend die Versorgung, die Unterbringung und die personellen Ressourcen für die Aufnahme von Menschen aus der Ukraine zu planen. Regierungsrat Mario Fehr: «Der Beitrag der Zürcher Gemeinden ist zentral. Mit vereinten Kräften können Bund, Kanton und Gemeinden die ausserordentliche Situation bewältigen.»

Bis zu 150 Menschen aus der Ukraine in Uster

Die Stadt Uster bereitet sich zurzeit auf den Zuzug von 100 bis 150 Personen vor. Eine genauere Einschätzung sei aufgrund der dynamischen Entwicklung der Situation nicht möglich. Die Asyl- und Flüchtlingskoordination der Stadt arbeitet seit einigen Tagen mit Hochdruck daran, die Unterbringung zu organisieren.

Als Sofortmassnahme wird am kommenden Montag, dem 21. März, die «Geschützte Unterkunft Partnerorganisationen» (GUP) Gschwader temporär eröffnet, wie die Stadt am Samstag mitteilte.

Die GUP Gschwader ist eine Zivilschutzanlage, die kürzlich komplett umgebaut wurde. Die Arbeiten sind erst vor zwei Wochen abgeschlossen worden. Sie dient auch als Herberge und Gruppenunterkunft für Vereine und bietet Platz für maximal 78 Personen.

Die Anlage verfügt über eine Kücheninfrastruktur, sanitäre Anlagen, mehrere Schlafräume, Aufenthalts-, Büro- und Lagerräume. Die Unterkunft befindet sich beim Schulhausareal Gschwader.

Wohnungen in Uster dringend gesucht

«Wir werden die Flüchtenden aus der Ukraine möglichst schnell in dezentralen Wohnungen und Wohngemeinschaften unterbringen. Dazu laufen intensive Abklärungen mit Privatpersonen, die Wohnmöglichkeiten angeboten haben. Auch verfügt die Stadt über Wohnungen, die sie zur Verfügung stellen kann», sagte am Samstag die Ustermer Stadträtin Petra Bättig (FDP), Vorsteherin der Abteilung Soziales.

Die kantonale Sicherheitsdirektion hat eine Helpline eingerichtet. Sie nimmt Angebote für die Unterbringung von Flüchtlingen entgegen unter ukraine@sa.zh.ch und Telefon 044 404 52 00. Das kantonale Sozialamt bereitet die Informationen über die Wohnungs- und Zimmerangebote zuhanden der Gemeinden auf.

Der Stadt Uster lägen auf diesem Weg bereits mehrere Angebote vor. «Die Stadt sucht aber dringend noch zusätzliche Wohnungen, die auch längerfristig als Unterkunft dienen können», führte Bättig aus und bittet darum, die Angebote der kantonalen Helpline zu melden.

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