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Ein Rodungsgesuch ohne gefällten Baum

Die Stützmauer an der Aegetswilerstrasse in Wila hat eine Sanierung nötig. Dafür hat die Gemeinde ein Rodungsgesuch veröffentlicht. Ein Baum kommt aber keiner zu Schaden.

Die Stützmauer an der Aegetswilerstasse ist in schlechtem Zustand – die Bauarbeiten dulden keinen Aufschub., Der Sickerbeton droht auszubrechen oder ist teils schon ausgebrochen., Die Gemeindeversammlung hat im Budget 80'000 Franken für die Sanierung bewilligt.

Fotos: Bettina Schnider

Ein Rodungsgesuch ohne gefällten Baum

Kürzlich gab die Gemeinde Wila in einer amtlichen Mitteilung bekannt, dass die Stützmauer an der Aegetswilerstrasse in Wila saniert wird.

Dafür musste die Gemeinde ein Rodungsgesuch einreichen. «Ein solches ist notwendig, weil die heutige Stützmauer neu der Strassenparzelle zugeschlagen wird», erklärt der Wilemer Gemeindeschreiber Balz Zinniker auf Anrage. Bisher galt das Land als Waldfläche.

Einen Baum fällen muss die Gemeinde wegen dieser administrativen Änderung aber nicht. Denn auf den betroffenen 50 Quadratmetern steht keiner, der weichen muss.

Trotzdem braucht es für die wegfallende Waldfläche eine Kompensation. So sieht es das Gesetz vor. Deshalb plant die Gemeinde gemäss der Mitteilung andernorts eine Aufforstung, und zwar im Waldgebiet Würbel.

Kein Aufschub möglich

Die besagter Stützmauer war in Wila bereits 2019 ein Thema. Damals lehnte die Gemeindeversammlung ein umfassendes Stassen sanierung sprojekt aber klar ab.

«Für die Benutzer der Strasse muss die Sicherheit aber stets gewährleistet sein.»

Balz Zinniker, Gemeindeschreiber von Wila

Trotzdem wird das Vorhaben jetzt angegangen: «Das vorliegende Projekt wird losgelöst vom ursprünglichen Plan realisiert, da der Ersatz der Stützmauer aufgrund des schlechten Zustands keinen Aufschub dulden kann», erklärt Gemeindeschreiber Balz Zinniker.

Die bestehende Holzausfachung sei zum Teil nicht mehr vorhanden oder faul. Der Sickerbeton drohe auszubrechen oder sei dies bereits, erläutert er weiter. «Für die Benutzer der Strasse muss die Sicherheit aber stets gewährleistet sein.»

Die Lage der Stützmauer. (Karte: Google MyMaps)

Die Aegetswilerstrasse sei nämlich durch Massenbewegungen im Erdreich gefährdet. Das ist auch in der Naturgefahrenkarte des Kantons ersichtlich. Das Gelände oberhalb der Stützmauer ist so steil, dass die Gefahr für eine Hangmure besteht, wie sie alle 100 Jahre auftreten könnte.

Für die Sanierung sind Kosten von rund 80’000 Franken vorgesehen. Die Gemeindeversammlung hat diesen Budgetposten im Dezember 2021 genehmigt.

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