Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Ustermer «Frjz»-Atelierhaus muss Grossprojekt weichen

Ein Bauspanngerüst an der Berchtoldstrasse 13 für einen Teil des Gerichtsplatz Areals Uster steht bereits. Das Freizeit- und Jugendzentrum (Frjz) räumt sein Atelierhaus per Mitte April. Gewisse bisherige Angebote kann das Frjz künftig ins Hauptgebäude verschieben.

Vom Baugesuch für die Abrissarbeiten erfuhr das Frjz Mitte November. Das Atelierhaus ist wohl bald Geschichte.

Bild: Thomas Hulliger

Ustermer «Frjz»-Atelierhaus muss Grossprojekt weichen

An der Berchtoldstrasse in Uster ragen Baugerüste in die Höhe. Bald sollen hier die Abriss-Bagger auffahren und das Gebiet für den Bau der «Geri-Überbauung» dem Erdboden gleich machen.

«Wir wurden Mitte November etwas überrascht, als wir vom eingereichten Gesuch für die vorzeitige Abbruchbewilligung erfuhren.»

Andrea Rieser, Frjz Uster

Leidtragende ist das Freizeit- und Jugendzentrum (frjz). Es muss sein Atelierhaus bereits per Mitte April räumen. Für Andrea Rieser vom Frjz kam dieser Schritt plötzlich. «Wir wurden Mitte November etwas überrascht, als wir vom eingereichten Gesuch für die vorzeitige Abbruchbewilligung erfuhren.»

Das Mietverhältnis mit dem Trägerverein vom Frjz habe die Stadt zwar auf Ende 2021 aufgelöst, jedoch mit Ausblick auf eine allfällige Nutzungsverlängerung. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, dass man noch bis zum Sommerbeginn im Atelierhaus bleiben könne.

Baubewilligung fehlt noch

Am 17. November des vergangenen Jahres reichte das für die Gerichtsplatz-Überbauung verantwortliche Architekturbüro Huggenbergfries AG das Baugesuch für die Abbrucharbeiten ein, um die ersten Schritte für den Neubau von drei Mehrfamilienhäusern mit Gewerbeflächen und Tiefgarage an der Berchtold-, Winterthurer- und Zürichstrasse einzuleiten.

«Die Planauflage war vom 26. Januar bis zum 15. Februar öffentlich einsehbar sowie amtlich publiziert worden.»

Sandra Oswald, Bauamt Uster

«Die Planauflage war vom 26. Januar bis zum 15. Februar öffentlich einsehbar sowie amtlich publiziert worden», sagt Sandra Oswald vom Bauamt Uster. Es sei noch keine Baubewilligung erteilt worden. Wann und ob mit den Abrissarbeiten des Frjz-Atelier-Gebäudes an der Berchtoldstrasse 13 begonnen werde, könne man seitens der Stadt deshalb noch nicht bekannt geben.

Umzug mit Einschränkungen

Seitens des Frjz habe man gewusst, dass irgendwann einmal die Zeit käme, das Gebäude zu räumen, sagt Andrea Rieser. «Wir haben intern schnell reagieren und auch viele Kompromisse eingehen müssen.» Im letzten Jahr sei man noch etwas orientierungs- und planlos gewesen. «Nun sind wir organisiert und ziehen bis Mitte April definitiv aus dem Atelierhaus aus. Auch wenn wir noch nicht genau wissen, wann welche Arbeiten beginnen».

Der Umzug hat für das Frjz jedoch einige Einschränkungen zur Folge. Die Metallwerkstatt, die Filzerei wie auch das Nähatelier müssen komplett aufgelöst werden. Das Werk- und Töpferatelier wird künftig im Frjz an der Zürichstrasse 30 zusammengelegt.

Bis zum 31. März gibt es im Frjz noch die Möglichkeit zum Werken, Nähen und Töpfern. Danach herrscht im gestalterischen Bereich Betriebspause bis zu den Sommerferien. Ende August soll dann das neue Werk- Töpfer- und Textilatelier im Obergeschoss des Frjz-Hauptgebäudes eröffnet werden. Das alte Atelier Gebäude an der Berchtoldstrasse 13 wird indes wohl schon bald Geschichte sein.

Im Zentrum von Uster entsteht das Neubauprojekt «Geri – Gerichtsplatz Areal Uster» mit drei verschiedenen Wohngebäuden sowie einer gemeinsamen Tiefgarage und Gewerbeflächen. Der von der Grundeigentümerin Stadt Uster sowie dem Kanton Zürich erarbeitete Gestaltungsplan aus dem Jahr 2017, der seit März 2020 rechtskräftig ist, wurde von der Auftraggeberin BSS&M Real Estate AG weiterentwickelt und zusammen mit dem Gestaltungsplan-Team, welches durch das Architekturbüro Huggenbergerfries aus Zürich geleitet wurde, geplant und realisiert. Mit dem Gerichtsplatzareal soll ein neues Stadtquartier entstehen. Mit der kompletten Fertigstellung des Grossprojekts wird frühestens im Jahr 2027 gerechnet.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns