Herr Sonderegger, Sie haben bisher noch keine Behördenerfahrung. Weshalb wollen Sie gleich das Gemeindepräsidium angreifen, statt erstmal nur für den Gemeinderat zu kandidieren?
Ueli Sonderegger (GLP): Die Anforderungen reizen mich. Als Präsident ist es wichtig, aus dem Gemeinderat ein gutes Team zu bilden. Als eine Art Coach dafür zu sorgen, dass jedes Mitglied gute Arbeit in seinem Ressort leisten kann. Und der Gemeindepräsident muss auch auf die Bevölkerung hören und wichtige Anliegen in den Gemeinderat einbringen.
Machte das Frau Keller in den letzten Jahren nicht gut?
Sonderegger: Es gibt immer Luft nach oben. Der Gemeinderat hat unter ihrer Führung manchmal zu spät auf die Bevölkerung gehört. Das bedrückendste Beispiel hierfür war für mich die Ablehnung des Projektes Alterszentrum im Hof. Die beteiligten Leute hatten so viel Herzblut und Hundertausende Franken in ein Projekt gesetzt, das letztlich bei den Stimmberechtigten chancenlos war. Das Gemeindepräsidium ist dazu da, die Gemeinderäte zu beraten und gegebenenfalls die Notbremse zu ziehen, um eine solche Abfuhr zu verhindern.
Der Greifenseer «Klotz» ist Altpapier
01.10.2020


