Die Achillessehne von Uster war auch gestern im Parlament Thema. Gemeint sind die langen Barriere-Schliesszeiten mit entsprechendem Rückstau des Autoverkehrs. Diesmal hatten die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte aber nicht ein Geschäft aus den eigenen Reihen zu behandeln, sondern eines Ustermer Bürgers. Daniel Schnyder, der für die SVP in den Stadtrat will, hat dazu die Einzelinitiative «Verkürzung der Barrieren-Schliesszeiten in Uster» eingereicht.
Mit dem Begehren soll die Stadt Uster beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit den SBB und dem Kanton, technische und bauliche Massnahmen zu unternehmen, um die Barrieren-Schliesszeiten in Uster zu verkürzen. Dem Gemeinderat Uster ist eine entsprechende Kreditvorlage vorzulegen, heisst es im Initiativtext.
Tropisches Uster
Gemeinderat Patricio Frei (Grüne) monierte, dass sich alle weniger Wartezeiten wünschten, nicht nur vor den Barrieren, sondern auch vor der Kasse und an der Bar. Es gebe aber Gründe, die gegen die Initiative sprechen würden. Diese bringe nämlich nichts. «Genauso gut könnte ein Stimmberechtigter eine Initiative für mehr Sonnenschein und Palmenstrand in Uster einreichen.»
«Die Schranken lassen sich nun mal nicht schneller senken.»
Patricio Frei (Grüne), Gemeinderat Uster

