Was mit der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee geschieht, interessiert die Ustermer Bevölkerung genauso wie die Greifenseer. Entsprechend gross war am Mittwochabend der Andrang zum Informations- und Diskussionsabend in der Turnhalle des Schulhauses Wüeri. Etwa 150 Personen nahmen teil, und so war auch das letzte Turnbänkli besetzt.
Insbesondere die Möglichkeit über die verzwickte Lage mitdiskutieren zu können, war einigen ein Bedürfnis. Im Publikum waren auch einige Ustermer vertreten, die die Auflösung der Schulgemeinde priorisieren, darunter Vertreter der Stadtregierung und der Sekundarschule Uster.
Aktuell steht die Schulpflege von Nänikon-Greifensee wegen der Grenzbereinigung, die das neue Gemeindegesetz verlangt, unter Druck. Laut diesem sollen die Grenze des Schulguts mit der Gemeindegrenze identisch sein. Jüngst konnten die Verantwortlichen rund um Präsident Ulrich Schmid (Die Mitte) zumindest Zeit gewinnen, indem sie ein Ausstandsbegehren bei der Kantonsregierung platzierten. Damit verlangten sie, dass der Bezirksrat Uster durch einen anderen ersetzt wird.
Wege gegen Auflösung
Zur jüngsten Entwicklung hatte Schmid keine Neuigkeiten zu verkünden. Er untermauerte nochmal die priorisierten Ziele der Oberstufenschulpflege, die die Auflösung der Schulgemeinde verhindern sollen. Als erstes Szenario ein Zweckverband mit der Sekundarschule Uster, was diese allerdings ablehne. Als zweiten Lösungsvorschlag gab er den langfristigen Anschlussvertrag zwischen Uster und Greifensee an, der auf 20 Jahre festgesetzt werden soll. Drittens die Abspaltung der beiden Ustermer Aussenwachten Nänikon und Werrikon, die dann mit der Gemeinde Greifensee vereinigt werden sollen.

