Strassensperre und Umleitung in Fehraltorf
Täglich verkehren rund 12’000 Fahrzeuge auf der Kempttalstrasse. Diese befindet sich jedoch in einem schlechten Zustand und seit Jahren ist klar, dass sie saniert werden muss. Diese starke Benutzung hat ihre Folgen: Seit Jahren befindet sich die Strasse in einem schlechten Zustand und es ist klar, dass sie saniert werden muss.
Am Montag, 28. Februar, beginnen die Bauarbeiten. Im Januar informierte das Tiefbauamt des Kantons und die Gemeinde die Bevölkerung an einer Online-Infoveranstaltung. Dort stellte Alexander Koch vom Ingenieurbüro F. Preisig AG die Verkehrsführung während den Bauarbeiten im Detail vor. Er vertrat den Projektleiter des Tiefbauamts.
Kreisel bleiben
Die Baustelle auf der Kempttalstrasse wird in drei Abschnitte unterteilt: «Der Bauabschnitt Nord im Bereich der Allmendstrasse, der Abschnitt Zentrum mit den drei Strassen Usterstrasse, Rumlikerstrasse und Bahnhofstrasse und den Abschnitt Süd von der Russikerstrasse bis zum Ortsausgang», erläuterte er. Die beiden bestehenden Kreisel seien von den Bauarbeiten nicht betroffen.
Die drei Bauabschnitte.
Damit die nötigen Bauarbeiten, wie der Ersatz des Belags auf der Strasse und dem Trottoir oder der Einbau neuer Werkleitungen möglich würden, seien Verkehrseinschränkungen unumgänglich. «Das gibt für uns eine kurze Bauzeit mit annehmbaren Einschränkungen für die Bevölkerung», betonte Koch.
In einer ersten Phase konzentrieren sich die Bauarbeiten gemäss den Plänen auf den nördlichen und südlichen Bauabschnitt. Das führt zu einer Vollsperrung. Wer von Illnau nach Pfäffikon oder in die umgekehrte Richtung möchte, muss einen grösseren Umweg über die Autobahn via Gutenswil und Wermatswil in Kauf nehmen.
Die Umleitungen von März bis Juni.
Die Zufahrt in den Zentrumsbereich von Fehraltorf sei weiterhin möglich, versicherte Koch. Von Illnau gelange man via Gutenswil nach Fehraltorf, von Pfäffikon müsse man den Umweg über Russikon nehmen. Auch für Fahrradfahrer sei eine eigene Umleitung vorgesehen. Laut den Plänen des Tiefbauamts soll diese erste Phase bis im Juni dauern.
Wetzikon kam zuerst
Der Kanton rechnet damit, dass die Bauarbeiten in Fehraltorf rund ein halbes Jahr bis im September dauern. Das ist deutlich weniger, als bei der ersten Auflage des Projekts im Jahre 2017 angenommen wurde. Einsprachen, unter anderem von Seiten des Gewerbes, haben dazu geführt, dass der Kanton das Projekt überarbeiten musste.
Der Baustart wurde dann nochmals von 2020 auf 2022 verschoben. Ursprünglich hatte der Regierungsrat das Projekt, das insgesamt rund acht Millionen Franken kostet, bereits 2018 genehmigt. Der Grund für die Verschiebung war, dass der Kanton die Sanierung der Weststrasse in Wetzikon priorisierte.
In der zweiten Phase von Juni bis September wird im Zentrumsbereich gebaut. «Das führt dazu, dass wir auf der Kempttalstrasse ein Einbahnsystem haben», erläuterte Koch.
Die Autofahrer von Illnau-Effretikon nach Pfäffikon dürfen in dieser Phase wieder durch Fehraltorf fahren. Wer jedoch den umgekehrten Weg wählt, der muss weiterhin über die Autobahn.
Die Verkehrsführung im zweiten Teil der Bauarbeiten.
Im Einbahnsystem wird laut dem Projektleiter zuerst die südliche, danach die nördliche Fahrbahn repariert. In beiden Projektphasen ist zudem auch eine veränderte Verkehrsführung im Zentrum nötig – diese betrifft auch die Linienbusse.
Thomas Maag, Mediensprecher der Baudirektion, erklärte im Live-Stream, dass diese Anpassungen den meisten bekannten Kartendiensten mitgeteilt werden. Doch er gestand ein: «Nicht jeder benutzt ein Navigationssystem. Es wird in den ersten Tagen ein bisschen hoch zu und her gehen.»
Gute Noten für den Kanton
Mit der jetzigen Lösung ist Ursi Weiss, die Präsidentin des Gewerbe- und Industrievereins Fehraltorf, zufrieden. Es habe jedoch beim Gewerbe lange grosse Unsicherheit geherrscht, wie die Verkehrssituation genau aussehen werde.
«Für uns war stets zentral, dass die Gewerbebetriebe im Zentrum zugänglich bleiben», betont sie. Dass es nun für kürzere Zeit weniger Durchgangsverkehr gebe, müsse man in Kauf nehmen.
[% part %][% part-1 %][% part %]Dem Kanton stellt sie ein gutes Zeugnis aus: «Sie haben die Bedenken von uns ernst genommen», sagt Weiss. So habe die Baudirektion beispielsweise vergangenen August eine Infoveranstaltung für die Gewerbetreibenden durchgeführt.
Für Unternehmerinnen und Unternehmer gelte am Schluss dasselbe wie für die Bevölkerung, meint sie: «Es ist, wie wenn man ein Badezimmer saniert: Zuerst ist es laut, dreckig und staubig, und danach hat man wieder etwas Schönes.» In diesem Fall eine Strasse im Top-Zustand.
Die Aufzeichnung der Infoveranstaltung (Quelle: Youtube/Kanton Zürich)
