Direkt an der Bahnlinie, im Gewerbegebiet von Effretikon, betreibt die Kibag AG ein Betonwerk. Unter anderem wird dort an vereinzelten Tagen mit einer mobilen Brecher-Anlage Beton zerkleinert, damit er andernorts wieder verwendet werden kann.
Bei diesem Vorgang entsteht Staub, der je nach Windverhältnissen in die benachbarte Gewerbezone im Vogelsang weht. «Es kommt vor, dass die Autos teilweise recht staubig sind», sagt der Inhaber der nahe gelegenen Garage.
Ein weiterer Gewerbetreibender klagt über Lärm und Schmutz in seinen Geschäftsräumen. Auch Anwohner auf der anderen Seite der Gleise, an der 250 Meter entfernten Spiegelhofstrasse, sind betroffen. «Es staubt teilweise bis zu uns», sagt ein Hausbesitzer. «Manchmal sieht man sogar die Staubwolke.»
Auch der Grünen-Gemeinderat und Biomaterialwissenschaftler Arie Bruinink hat sich vor Ort ein Bild gemacht und sagt: «Ökologisch gesehen finde ich es natürlich sinnvoll, dass alter Beton wieder verwendet wird. Für die Anwohner und die benachbarten Betriebe sind die Lärm- und Staubemissionen jedoch ein grosser Nachteil.» Zwar verhindert eine Wasservernebelungsanlage, dass noch mehr Staub wegweht. «Das nützt aber nur bedingt.»
Bereits 2020 wollte Bruinink vom Stadtrat wissen, was dieser gegen die Emissionen unternehme. Die Behörde antwortete damals, dass sie dazu keine Stellung nehmen werde. Die kantonalen Kontrollorgane seien zuständig.

