Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg rund 100'000 Soldaten fremder Heere auf, darunter Franzosen, Polen, Italiener, Engländer und Amerikaner. Diese wurden in Interniertenlagern auf über 1200 Standorte verteilt – auch im Tösstal.
Eine Ausstellung im Ortsmuseum in Wila wird sich bald diesem Thema annehmen. «Vor allem bei der jüngeren Generation ist das oft völlig unbekannt», sagt Wolfgang Wahl, der Präsident der Ortsmuseumskommission Wila.
Bevor er sich zusammen mit dem Kulturwissenschaftler Dominik Landwehr dem Thema annahm, war noch nichts über die Internierten im Tösstal publiziert. «Der Ausstellungskatalog spiegelt also den neusten Forschungsstand», betont Wahl.
Wort, Bild, Ton und Objekt
«Nicht nur in Zell, Turbenthal, Wila, Bauma und Fischenthal, sondern auch in Weisslingen fanden internierte Franzosen, Polen und Engländer freundliche Aufnahme», erläutert er. In Wort, Bild, Ton und Objekt werden im Ortsmuseum die Vorgänge und Personen in den Tösstaler Gemeinden vorgestellt und veranschaulicht.

