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Politik

«Poseidon»-Betreiber reicht Beschwerde beim Ustermer Stadtrat ein

Eine umstrittene Auflösung des Mietvertrages mit den Vormietern des «Sonnenhofes» zieht einen Rechtsstreit nach sich. Das hindert Athanasios Dailianis vorerst daran, dort sein griechisches Restaurant zu eröffnen.

«Taverna Poseidon»: Im Herbst unterschrieb Athanasios Dailianis den Mietvertrag für den «Sonnenhof»., Momentan bedient der Wirt aber nur bis zu zehn Gäste, ausgenommen Take-Away und Delivery-Kundschaft., Auch Alkohol darf der Besitzer ohne Patent nicht ausschenken. Jetzt hat er Beschwerde beim Stadtrat eingelegt.

Foto: Christian Merz

«Poseidon»-Betreiber reicht Beschwerde beim Ustermer Stadtrat ein

Eigentlich wollte Athanasios Dailianis, Besitzer des Poseidons in der Ustermer «Sonne», ja nur in ein kleineres Lokal umziehen. Anfang Oktober unterzeichnete er den Mietvertrag für den «Sonnenhof» an der Freiestrasse in Uster.

Damals wusste er noch nicht, mit welchen Hürden der Beginn am neuen Ort verbunden sein würde. «Das Lokal hat eine optimale Grösse, mit der wir wirtschaftlich arbeiten können», sagte Dailianis im November gegenüber dieser Zeitung.

Keine Gäste bedienen

Er richtete sich also ab Oktober im «Sonnenhof» ein, investierte Zeit und Geld, um im Dezember loslegen zu können. So sah zumindest der Plan aus. Aktuell betreibt Dailianis ein Take-Away-Angebot und beliefert seine Kundschaft mit griechischen Menus – eine Übergangslösung.

Tische in der Taverna Poseidon in Uster im Sonnenhof, betrieben von Athanasios Dailanis.

«Ich hoffe einfach, dass ich bald richtig arbeiten kann. Immerhin zahle ich seit vier Monaten Miete», sagt Dailianis. Bis heute darf er mangels Patents nicht mehr als zehn Gäste bedienen und keinen Alkohol ausschenken.

Grund dafür sind Ereignisse, die sich im Herbst zutrugen. Damals befand sich in den Räumlichkeiten seit über einem Jahr eine Shisha Lounge.

Zwischen dem Vermieter und dem früheren Betreiber dieser Shisha Lounge war zwar eine Vereinbarung zur Aufhebung des Mietverhältnisses unterzeichnet worden – deren Rechtsgültigkeit wird jetzt aber in Frage gestellt.

Die Inhaber des Shisha-Betriebs hätten diesen gar nicht aufgeben wollen und finden, die Aufhebungsvereinbarung sei ungültig. Sie seien getäuscht worden, wie ihr Rechtsanwalt in einem Brief an den Eigentümer des «Sonnenhofes» schreibt. Letzterer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Patent verweigert

Athanasios Dailianis erhält vorläufig kein Wirtepatent, obwohl der Eigentümer mit ihm bereits per Oktober einen Mietvertrag abgeschlossen hat. Zuerst müsse die Vertragslage geklärt werden. «Ich bin zuversichtlich, dass ich das Patent bald erhalte», sagt er. «Für den Streit zwischen den beiden Parteien interessiere ich mich nicht. Sie sollen das auf rechtlichem Weg klären.»

Sein Mietvertrag sei gültig und die Vormieter könnten nicht auf ihr Patent bestehen, wenn sie nicht mehr arbeiteten. «Ich habe Beschwerde beim Stadtrat eingelegt, damit die Verfügung gegen ein neues Patent im Sonnenhof aufgehoben wird», sagt er.

Der stellvertretende Stadtschreiber von Uster, Jörg Schweiter, bestätigt, dass ein «Begehren um Neubeurteilung» eingegangen sei. Der Stadtrat werde dieses überprüfen und einen Entscheid fällen.

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