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Januar - aber bereits typisches Aprilwetter

Gestern war eine interessante Wetterlage, die eigentlich eher für den April bekannt ist. In dieser Lage ändern sich die Verhältnisse im Minutentakt. Entsprechend spektakulär präsentierte sich die Natur beim Aaspitz am Greifensee.

Um etwa 15.30 Uhr ziehen hinter der Forch bereits die nächsten dunklen Schneewolken auf., Auch von Norden her näherten sich wieder dunkle Wolken., Für Wetterfreunde eine spannende Angelegenheit - das Wetter änderte sich ständig., Während den kurzen Aufhellungen war die Sicht so klar, dass die Alpen gut sichtbar waren., Die Wasservögel am Greifensee sind sicher froh, dass es derzeit keine Eisschicht gibt., In den höheren Lagen des Pfannenstiels blieb am Sonntag der Schnee liegen., Der Blick aufs Schloss Uster vom Aaspitz her gesehen., , Die kurzen sonnigen Phasen wecken die Vorfreude auf den Frühling.

Manuel Reimann

Januar - aber bereits typisches Aprilwetter

Eigentlich ist ja Januar. Doch am Sonntagnachmiittag wähnte man sich in der Region im April. Das Wetter bot so ziemlich die ganze Palette des hierzulande möglichen. Graupelschauer, Schneegestöber, frühlingshaft anmutender Sonnenschein, Windböen.

Wer die Schönheit der Natur aufs Bild bannen wollte, musste sich sputen. Denn kaum war das Motiv im Sucher gefunden, waren die Lichtverhältnisse bereits wieder anders.

Die Kaltfront war schneller

In der Nacht auf Sonntag zog ein interessantes Frontensystem über die Schweiz, eine sogenannte Okklusion, wie MeteoSchweiz schreibt. Dies ist eine Warmfront, die von der schneller ziehenden Kaltfront eingeholt worden war.

Dabei kam es zu einigen heftigen Windböen. Auf den Bergen wurden lokal Orkanböen gemessen, schreibt Meteonews in einer Mitteilung. So pustete Petrus auf dem Säntis mit einer Stärke von 132 km/h, auf dem Hörnli hat der Wetterdienst eine Böe mit 89 km/h registriert, auf dem Zürichberg oberhalb von Stettbach eine mit 82 km/h.

Hoch ist im Anmarsch

Hinter der Front folgte ein Schwall Höhenkaltluft. Das sind Luftmassen, in denen sich Aufhellungen und kurze, teils heftige und schon fast gewittrig anmutende Schauer in rascher Folge abwechseln.

Ein Kennzeichen dieser Luft ist aber auch die ausserhalb der Niederschlagszonen gute Sicht – die Luft ist quasi «reingewaschen». In der Übergangszeit zwischen Winter und Frühling kommt dieser Wettertyp besonders häufig vor – dadurch ist auch der Begriff «Aprilwetter» entstanden.

Laut Meteonews bessert sich jetzt das Wetter markant. Heute dehnt sich aus Westen ein kräftiges Hochdruckgebiet zu uns aus und trocknet die Luft in den Bergen aus. Ab morgen Dienstag herrscht nachfolgend in den Bergen uneingeschränkt sonniges Wetter mit wunderbaren Pistenbedingungen. 

Auch wenn also der Sonntag mit seinem Aprilwetter etwas neckisch an das Winterende erinnert hat: Noch ist der Winter nicht vorbei. Hochdruckwetter bedeutet in dieser Jahreszeit im Flachland halt nicht selten auch Nebelgrau.

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