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Noldi Oberholzers fünfter und letzter Fall im Tösstal

Krimifans dürfen sich freuen. Anfang Februar erscheint der neue Kriminalroman «Waidmannsleid» von Roswitha Kuhn. Gleichzeitig muss sich die Leserschaft vom Kantonspolizisten Noldi Oberholzer verabschieden.

Vor über zwei Jahren begann Roswitha Kuhn mit dem Schreiben von «Waidmannsleid». , Es ist der erste Krimi, den sie ohne die Mithilfe ihres verstorbenen Mannes Jacques schreiben musste., Die Tösstaler Autorin bei der Vorstellung des vierten Falles von Noldi Oberholzer.

Foto: züriost

Noldi Oberholzers fünfter und letzter Fall im Tösstal

Auf einem beliebten Aussichtspunkt im Tösstal wird ein junger Mann erschossen. Gefunden wird er vom Sohn des Kantonspolizisten Noldi Oberholzer. Der Gesetzeshüter muss sich daraufhin auf die Suche nach der Wahrheit machen, die ihm nicht gefällt.

Dies verspricht zumindest der Klappentext zum fünften Fall von Kantonspolizist Noldi Oberholzer. Der Tösstal-Krimi mit dem Titel «Waidmannsleid» erscheint Anfang Februar.

Ein Versprechen vor dem Tod

Geschrieben hat das Buch Roswitha Kuhn. Zum ersten Mal ganz alleine. «Die ersten drei Bände habe ich zusammen mit meinem Mann Jacques Kuhn verfasst», erzählt sie. «Während der Arbeit am vierten Fall ist mein Mann gestorben, nachdem wir gemeinsam etwa hundert Seiten geschrieben hatten.»

«Diese Endlosserien werden nämlich nie besser.»

Roswitha Kuhn, Tösstaler Autorin

In der letzten halben Stunde seines Lebens im Dezember 2016 musste sie ihm versprechen, dass sie die gemeinsam begonnene Buchserie weiterschreibt. «Ich sagte ihm, dass ich den vierten Krimi sicher machen werde, aber ob es einen fünften Band gebe, das könne ich nicht zusichern.»

Es sei von Anfang an geplant gewesen, nicht mehr als fünf Bände zu verfassen. «Diese Endlosserien werden nämlich nie besser», sagt Roswitha Kuhn bestimmt. Somit wird «Waidmannsleid» definitiv der letzte Fall sein, den Kantonspolizist Oberholzer im Tösstal lösen muss.

Gar nicht einig

Das Buch unterscheidet sich gemäss Kuhn von ihren bisherigen Werken. «Man merkt sicher, dass ich den Krimi alleine verfassen musste.» Er sei trauriger. «Alleine zu schreiben, ist nicht so lustig.»

«Einer hatte eine Idee, und der andere fand sofort: Nein, geht’s denn noch.›»

Roswitha Kuhn

Trotzdem bestand sie darauf, dass weiterhin KuhnKuhn als Autoren des Buches ausgewiesen werden. Der Verlag hat ihrer Forderung entsprochen. «Ohne meinen Mann hätte ich nämlich gar nie einen Krimi geschrieben», betont sie.

Auf dem Bild sieht man das Buchcover von "Waidmannsleid", dem neusten Tösstal-Krimi von KuhnKuhn.

Die Eheleute hätten oft stundenlang über ihre Geschichten diskutiert. «Und nicht selten waren wir uns gar nicht einig», erinnert sie sich. «Einer hatte eine Idee, und der andere fand sofort: ‹ Nein, geht’s denn noch.›»

«Ich schreibe viel lieber drei Bücher, als eines zu korrigieren.»

Roswitha Kuhn

Kuhn und Kuhn stellten dabei von Anfang an hohe Ansprüche an ihren Schreibstil. Als studierte Germanistin legt Roswitha Kuhn grossen Wert auf eine ordentliche Sprache.

Dementsprechend hat sie viel Zeit in die Korrektur der Werke investiert. «Waidmannsleid» ist keine Ausnahme. Das sei jeweils keine einfache Arbeit gewesen: «Ich schreibe viel lieber drei Bücher, als eines zu korrigieren», so die Autorin.

Das Gut zum Druck für den neusten Krimi sei in der Zwischenzeit gegeben. Es ist das Ende eines längeren Prozesses. «Ich habe über zwei Jahre an diesem Buch gearbeitet.» Mit dem Schreiben begann Kuhn, nachdem der vierte Band im Sommer 2019 erschienen war.

Apéro und Lesung

Die Buch-Vernissage von  «Waidmannsleid»  wird voraussichtlich am 22. Februar in der Orell-Füssli-Buchhandlung an der Marktgasse in Winterthur stattfinden.  «Aber man weiss ja heute nie, ob das dann nicht doch wegen Corona abgesagt werden muss», betont die Autorin.

Auch im Tösstal wird die gebürtige Österreicherin ihr Werk vorstellen. Und zwar am 22. April in der Zehntenscheune von Kuhn Rikon –  der Firma, die ihr Mann Jacques über Jahre führte. Neben einem Apéro ist auch eine Lesung mit Schauspieler und Sprecher Peter Fischli geplant.

Organisiert wird der Anlass vom Verein Abiszell Kultur. Tickets sind bereits erhältlich. «Jetzt hoffen wir einfach, dass uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht», wünscht sie sich.

Das Buch  «Waidmannsleid» erscheint am 9. Februar und ist bereits jetzt im Buchhandel bestellbar. Tickets für den Kulturapéro am 22. April erhält man bei Abiszell Kultur.

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