Aufregung um angebliche Jagd im Fehraltorfer Naturschutzgebiet
«Schlichter Blödsinn, ehrlich gesagt sogar ein Skandal» – eine Fehraltorferin fand vor Weihnachten deutliche Worte für das, was sich ihrer Meinung nach am 22. Dezember in ihrer Gemeinde zugetragen hatte.
Bei einem Spaziergang am Staldenweiher, der im Naturschutz- und Erholungsgebiet liegt, waren der Frau zwei Schilder ins Auge gesprungen. «Heute ist Jagd» prangte in grossen, roten Buchstaben gesäumt von Ausrufezeichen auf diesen.
Daraufhin verfasste sie noch vor den Weihnachtsfeiertagen ein Schreiben an die Gemeinde, das dieser Zeitung vorliegt:
«Ich finde sowas gehört von der Gemeinde verboten. Jagd in einem Naturschutzgebiet ist ein Blödsinn, das Gebiet ist ein Rückzugsort für Tiere, selbst im jagdfreundlichen Graubünden ist sowas verboten. Dazu sehen Sie hinten Eltern mit spielenden Kindern, die auch im Wald herumrennen. Hier zu jagen ist sorry das Hinterletzte.»
Nur fand an jenem Tag gar keine Jagd statt.
Es war ein Missverständnis
Das erklärt Michael Ritscher, Obmann des Fehraltorfer Jagdreviers: «Am 22. Dezember hat keine Jagd stattgefunden. Die letzte Jagd erfolgte am 11. Dezember. Wie immer hatten wir zuvor die Gemeinde informiert und zudem an jedem Weg und an jeder Strasse grossräumig eine Informationstafel aufgestellt.»
Wie sich herausgestellt habe, wurde die beanstandete Informationstafel nach dieser Jagd wegen eines Missverständnisses nicht wieder eingesammelt.
«Aus diesem Vorfall lernend werden wir in Zukunft besser darauf achten, dass alle Schilder, die aufgestellt wurden, nach der Jagd auch wieder eingesammelt sind», sagt Ritscher.
Gleichzeitig möchte der Obmann erwähnen, dass gemäss der einschlägigen kantonalen Verordnung zum «Schutz von Naturschutzgebieten mit überkommunaler Bedeutung in Fehraltorf und einem Teilgebiet von Russikon» bewilligte Jagden auch in Naturschutzgebieten durchgeführt werden dürften. « Unabhängig davon haben wir dasjenige beim Staldenweiher aber gar nicht betreten», erklärt Ritscher.
