Die «Blume» soll ein Gemeindetreffpunkt werden
Seit diesem Frühling ist das Restaurant im Gasthaus Blume in Fischenthal leer. Der letzte Pächter musste seinen Vertrag aus wirtschaftlichen Gründen kündigen. Das hat den Gemeinderat veranlasst, das Nutzungskonzept der «Blume» grundsätzlich zu überdenken.
Wie aus dem aktuellen Gemeinde-Newsletter hervorgeht, solle die Nutzung der Liegenschaft künftig aufgeteilt und die «Blume» nicht mehr als Ganzes verpachtet werden. So hat es der Gemeinderat in einem Grundsatzentscheid festgehalten.
Zu anspruchsvolle Kombination
Im Gebäude befindet sich nämlich nicht nur ein Restaurant, sondern auch Gästezimmer und der Gemeindesaal.
«Die Kombination ist möglicherweise zu anspruchsvoll und ein Grund, weshalb sich die Suche nach einem geeigneten Pächter in der Vergangenheit so schwierig gestaltete», heisst es im Newsletter weiter.
In Zukunft wird es Aufgabe von der Gemeindeverwaltung sein, den Gemeindesaal selber zu betreiben. Das Benutzungsreglement sei bereits ausgearbeitet worden, jedoch noch nicht veröffentlicht.
«Die Bedürfnisabklärung hat gezeigt, dass die Schaffung eines Treffpunkts für alle ein zentrales Anliegen der Bevölkerung ist.»
Barbara Dillier (parteilos), Gemeindepräsidentin von Fischenthal
Die Gemeinde hat sich ausserdem zum Ziel gesetzt, dass die Infrastruktur der «Blume» künftig auch Vereinen für Abendunterhaltungen oder Versammlungen offensteht.
«Die Bedürfnisabklärung hat gezeigt, dass die Schaffung eines Treffpunkts für alle ein zentrales Anliegen der Bevölkerung ist», betont Gemeindepräsidentin Barbara Dillier (parteilos).
Der Gemeinderat hoffe, dass das Gasthaus dadurch zum lebendigen Gemeinschaftsort werde, ergänzt sie. «Unter dem Dach der ‹Blume› lassen sich verschiedene Bedürfnisse der Gemeinde und der Bevölkerung aufgreifen.»
Zahlreiche Rückmeldungen
Diesem Grundsatzentscheid ging ein längerer Prozess voraus. Im Herbst hatte die Gemeinde die Bevölkerung eingeladen, ihre Wünsche und Anregungen zur Zukunft des Gasthauses einzureichen.
Mit diesen beschäftigte sich anschliessend eine Projektgruppe und arbeitete mehrere Varianten aus. Zu diesen konnten die Einwohnerinnen und Einwohner erneut Stellung nehmen. «Wir haben zahlreiche Rückmeldungen erhalten», betont Dillier.
Neuer Pächter gesucht
Damit der Gemeindesaal künftig unabhängig vom Restaurant betrieben werden kann, muss das bestehende Buffet zu einer Küche umgebaut werden.
Wann dieser Umbau erfolgt und wie hoch die Kosten sind, kann die Gemeindepräsidentin noch nicht sagen: Nach Möglichkeit wolle man die konkreten Umsetzungsschritte im Verlauf des Frühjahrs angehen, damit sie bis Mitte Jahr abgeschlossen seien.
Auch das Restaurant soll nicht leer bleiben. Die Gemeinde will dessen Betrieb erneut ausschreiben und einen neuen Pächter finden. Hierfür ist der Liegenschaftenausschuss zuständig. Gemäss Dillier erfolgt die Ausschreibung im neuen Jahr.
«WG-Zimmer» im Gasthaus
Die Zimmer im Gasthaus sind bereits seit Juni vermietet. Verantwortlich dafür ist Verena Tautscher, die mit «WG Zimmer Tösstal» bereits eine Zimmervermietung in ihrer eigenen Liegenschaft betreibt. Den Aufwand stelle Tautscher der Gemeinde in Rechnung, so Dillier.
Die Vermietung werde bis auf Weiteres fortgeführt. Das ermögliche der Gemeinde, auch während der Schliessung Einkünfte zu generieren.
Ob das auch bei einem neuen Pächter der Fall ist, kann die Gemeindepräsidentin noch nicht abschätzen: «Das wird von den Betriebskonzepten abhängig sein und daher zum gegebenen Zeitpunkt geprüft und entschieden.»
