Ein ziemlicher Volksaufmarsch füllte gestern Abend die Turnhalle Geissberg in Wolfhausen. Der Grund dafür war nicht
das Budget sondern die Stammgleis-Initiative, um die heftig gestritten wurde. Kurz vor halb Zwölf war es dann klar: Der Gemeinderat unterlag mit seinem Antrag, die Initiative abzulehnen.
Alles wartete gestern Abend gespannt auf Traktandum Nummer 6. Bald zeigte es sich, dass die meisten Stimmberechtigten vor allem wegen dieses einen Themas – dem Stammgleis, respektive dessen Erhalt – in die Geissberg-Turnhalle gekommen sind.
Schon der Beginn der Versammlung war etwas aufmüpfig, allerdings scheiterte der Antrag, dieses sechste Traktandum zuerst zu behandeln. Gemeindepräsidentin Andrea Keller (parteilos) konnte die Versammlung wie geplant durchführen. Aber gegen halb Zehn Uhr war es dann endlich soweit und die Diskussion konnte beginnen.
Zunächst wurde aber erneut gestritten, nämlich darüber, ob Thomas Marder, CEO der Firma Schulthess, etwas zu diesem Traktandum sagen dürfe. Er durfte.
Und er sagte, dass die Firma, die seit 1917 in Wolfhausen ansässig ist, viel, sehr viel Steuern zahle in der Gemeinde und sie das Gleis auf ihrem Grundstück störe. So war diese Sache einmal klar. Auch wenn es offenbar keine «geheimen Landverkaufs-Verhandlungen» gegeben habe zwischen der Gemeinde und Schulthess.

