Der «Geisterkickboarder» aus Wetzikon
Seine Figuren entstanden im Kinderzimmer seines Sohnes. Jeden Abend erzählte Stefan Baiker eine selbst erfundene Gute-Nacht-Geschichte. Dabei merkte er, dass seine Geschichten und seine Figuren auch andere Kinder begeistern könnten.
Er entwickelte weitere Helden, spannte seine taiwanesische Familie ein und diese steuerte die Illustrationen bei – die Serie «Der Geisterkickboarder» war geboren. Das erzählt Stefan Baiker im Lunchtalk der Zürcher Oberland Medien und Tele Top.
Vor der Veröffentlichung des ersten Buches sondierte der Wetziker den Markt für Kinderbücher und stellte fest: «Bei 60 Prozent der Kinderbücher handelt es sich um Buchreihen. Wenn sich die Kinder für eine Figur und Geschichte begeistern können, bleiben sie dabei.
Dies habe Baiker von Beginn weg bei seinen Kinder-Helden gespürt. Neben den «Die drei ???» habe ihn auch die Comicfigur Batman inspiriert, die ja ebenfalls als Superheld die Bevölkerung beschütze, sagt der 56-jährige Autor.
Inzwischen hat Baiker über 40’000 seiner Bücher verkauft. Kürzlich erschien bereits der 10. Band. «Unter anderem gibt es in diesem Buch eine Geschichte über eine entführte Reporterin des ‹Zürcher Oberländers›», erzählt Baiker. «Dank den unerschrockenen Kindern konnte die Reporterin unverletzt befreit werden», sagt der Autor und schmunzelt.
Ein Skatepark für Wetzikon
Neben den Büchern gibt es auch unzählige Merchandising-Artikel. Und sogar einen «Geisterkickboarder»-Skatepark. «Dies war allerdings eher Zufall. Meine Frau machte mich darauf aufmerksam, dass der «Dürtner Fägy» einen neuen Standort suche. Sie meinte, dass sei doch die Gelegenheit einen Geisterkickboarder-Skatepark zu initiieren», erzählt Baiker.
«Eigentlich rechnete ich nicht damit, dass es wirklich klappen könnte.» Umso mehr habe er sich gefreut, dass der Skatepark in Wetzikon eröffnet werden konnte.
«Nach den ersten beiden Büchern habe ich gemerkt, dass die Geschichten sehr stark auf Jungs zugeschnitten waren, deshalb kam mir die Idee, auch ein Mädchen auf die Jagd nach Gerechtigkeit zu schicken.» Samuri sei eine exzellente Inlineskaterin und ergänze den «Geisterkickboarder perfekt, erklärt der zweifache Familienvater aus Wetzikon.
Auch einen elften Band wird es geben: «Die Vorbereitungen und die Recherchen für das nächste Buch sind bereits angelaufen», sagt Baiker. «Dafür waren wir extra in der Hörnli-Hütte, dem Basislager am Matterhorn.» Mehr verrät der Autor über die nächsten Abenteuer seiner «Geisterkickboarder» aber nicht.
Die Buchserie «Der Geisterkickboarder» ist auch im ZO-Shop erhältlich.
Stefan Baiker ist auch Jury-Mitglied des Wettbewerbs «Schreibstar 2021» der Zürcher Oberland Medien. 180 Kurgeschichten wurden in diesem Jahr zum Thema «Fernweh» eingesandt.
Kategorien:
«Newcomer» 11- bis 16-jährige Autorinnen und Autoren; «Erwachsene» für alle, die nicht mehr zur Kategorie der Newcomer zählen.
Prämierung:
Die Jury wählt drei Geschichten der Kategorie Newcomer und fünf Geschichten der Kategorie Erwachsene aus, welche am Final-Anlass vorgelesen werden. Aus diesen Geschichten werden per SMS-Voting die beiden Kategoriensieger und
somit die Schreibstars 2021 gekürt. Die Platzierungen ab Rang 6 bei den Erwachsenen, respektive ab Rang 4 bei den Newcomern, werden nicht bekanntgegeben.
Preisgeld:
Erwachsene:
Rang 1: 1’500 Franken
Rang 2: 800 Franken
Rang 3: 400 Franken
Rang 4: 100 Franken
Rang 5: 100 Franken
Newcomer:
Rang 1: 500 Franken
Rang 2: 300 Franken
Rang 3: 100 Franken
Finale:
Donnerstag, 9. Dezember, im Chesselhuus in Pfäffikon
