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Keine Spur von Impfskepsis beim Boostern

Die Verantwortlichen sind mit dem Booster-Impftag im Gesundheitszentrum WilaCare zufrieden. Die Wirtschaftlichkeit stehe bei diesem Angebot nicht im Vordergrund.

Am Impftag in Wila half auch Hausarzt Hans-Peter Mösch mit., Der administrative Aufwand war für die Mitarbeitenden sehr gross., Die Impfstoffe von zwei Herstellern mussten in genügenden Mengen bestellt werden.

Archivfotos: Manuela Kägi

Keine Spur von Impfskepsis beim Boostern

Dem Tösstal eilt sein Ruf voraus: Die Impfquote ist tief, das Covid-Gesetz wurde in überdurchschnittlich vielen Gemeinden abgelehnt. So auch in Wila. Doch der Booster-Impftag im Gesundheitszentrum WilaCare war für die Verantwortlichen ein grosser Erfolg.

«Insgesamt sind 425 Personen geimpft worden», erklärt Michael Hutzli. Er ist Präsident des Verwaltungsrats der WilaCare AG. «Die meisten davon erhielten eine Booster-Impfungen, sicher 99 Prozent.» Es wurden auch eine Handvoll Erstimpfungen durchgeführt.

«Ich habe aber sicher noch etwa 200 Telefonate geführt, da viele ältere Leute sich nicht online registrieren konnten.»

Michael Hutzli, Verwaltungsratspräsident der WilaCare AG

Die Arbeiten des vierköpfigen Verwaltungsrats, in dem auch Hausarzt Hans-Peter Mösch sitzt, begannen jedoch schon lange vor dem Impftag. «Man muss sich um viele Banalitäten kümmern, damit alles reibungslos über die Bühne geht», sagt Hutzli. «Wir haben uns entschieden, dass wir diese Aufgaben übernehmen.»

200 Anrufe 

Beispielsweise müsse der Impfstoff in den richtigen Mengen bestellt oder die Signalisation vorbereitet werden. «Dieser Aufwand ist natürlich grösser, wenn man alles nur für einen Tag einrichten muss.»

Ebenso habe man auf der Website ein eigenes Anmeldeformular eingerichtet. «Ich habe aber sicher noch etwa 200 Telefonate geführt, da viele ältere Leute sich nicht online registrieren konnten», erklärt Hutzli.

Zwar habe man in Wila bereits im Juni und Juli einen Impftag durchgeführt und damals 300 Erst- beziehungweise Zweitimpfungen verabreicht. «Doch dieses Mal war die Ausgangslage eine andere.»

«Das dauert ja Pi mal Daumen zwei Minuten.»

Michael Hutzli 

So wurden zum Beispiel zwei verschiedene Impfstoffe verabreicht: Comirnaty vom Hersteller Pfizer-Biontech und Spikevax von Moderna. «Wir wollten, dass die Personen den gleichen Impfstoff wie bei ihren ersten beiden Impfungen erhalten.» Deshalb war mehr Koordination notwendig.

20 Impfungen in 20 Minuten 

Am Samstag arbeiteten rund 13 Personen vor Ort mit. «Es waren immer zirka fünf Personen für die Administration und fünf Personen für die Impfungen zuständig», erklärt Hutzli. Dazu gehörte auch, die Impfdosen vorzubereiten. «Und zwar so, dass wir immer den passenden Impfstoff bereit hatten.»

Die Impfung selber sei dabei der kleinste Zeitaufwand: «Das dauert ja Pi mal Daumen zwei Minuten», so Hutzli. Doch oft brauche es etwas mehr Zeit, bis die Impfungen richtig erfasst sind: «Viele Personen hatten zum Beispiel den Code für das kantonale Impftool VacMe nicht dabei.» Dann dauere es etwas länger, bis die Person gefunden und die Impfung registriert werden könne.

Am Morgen um 8 Uhr wurde die erste Impfdosis verabreicht. Sieben Stunden später, um drei Uhr nachmittags, war die Aktion abgeschlossen. «Wir haben 20 Minuten Slots vorgegeben, in denen immer rund 20 bis 25 Personen geimpft werden konnten.»

Beitrag für die Grundversorgung 

Pro Impfung kann WilaCare 24.50 Franken verrechnen, die zum Teil von der Versicherung und zum Teil vom Kanton getragen werden. So die Informationen des Ärzteverbands FMH. Das ist deutlich günstiger als ein Schnelltest bei den meisten Anbietern.

«Vor allem ältere Bewohnerinnen und Bewohner von Wila schätzen es sehr, dass sie für ihre Booster-Impfung nicht nach Uster oder Winterthur in ein Impfzentrum mussten.»

Michael Hutzli

«Wir bieten diese Impfmöglichkeit somit sicherlich nicht aus wirtschaftlichen Überlegungen an», sagt Hutzli. Ohne freiwilliges Engagement gehe es deshalb nicht. «WilaCare hat seit der Gründung den Auftrag, einen wichtigen Beitrag an die Grundversorgung in Wila zu leisten.»

Das sei auch beim Impftag im Vordergrund gestanden. «Und wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten», betont er. «Vor allem ältere Bewohnerinnen und Bewohner von Wila schätzen es sehr, dass sie für ihre Booster-Impfung nicht nach Uster oder Winterthur in ein Impfzentrum mussten.»

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