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Schulpflege Uster verhängt repetitive Reihentests

In einem offenen Brief der FDP/Die Mitte-Fraktion wurden repetitive Tests gefordert, weil sich an der Primarschule Niederuster aktuell viele Kinder in Quarantäne befinden - nun beginnt die Schulpflege Uster mit den Vorbereitungen.

, Ab Mittwoch gilt in den Schulen des Kantons Zürich ab der 4. Klasse wieder eine Maskenpflicht.

Archivfoto: PD

Schulpflege Uster verhängt repetitive Reihentests

«Einführung von repetitiven Tests, ein- bis zweimal wöchentlich, an der gesamten Primarschule Uster» –  das forderte in Uster die FDP/Die Mitte-Fraktion mit einem offenen Brief.

Grund für die im Schreiben geforderten Pooltests sei die Situation an der Primarschule Niederuster, wie die Ustermer Gemeinderätin Andra Grob (FDP) auf Anfrage erklärt.

Momentan befinden sich an besagter Primarschule zwei Klassen in Quarantäne sowie einzelne Schülerinnen und Schüler. Insgesamt verzeichnet die Schule aktuell 18 positive Corona-Fälle – bei rund 460 Schülerinnen und Schülern. Das bestätigt Schulpräsidentin Patricia Bernet (SP).

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«Das ist kein Zustand», sagte Grob. Sie sprach von Unsicherheit, die für viele Eltern und ihre Kinder herrsche. «Das Problem ist, dass wenn Kinder positiv getestet werden und in Quarantäne müssen, Eltern wieder zu Hause bleiben und im Homeoffice arbeiten müssen. Das fordert viel Verständnis des Arbeitgebers.»

«Unser oberstes Ziel ist, die Schule offen und in Betrieb zu halten. Zum Wohl der Kinder und der Eltern.»

Kurt Portmann (SVP), Präsident Schulpflege Lindau

Repetitive Pooltests könnten diesem Umstand vorbeugen und für eine Einheitlichkeit sorgen, ist sich Grob sicher. So könnten mögliche Ansteckungen mit den Pooltests früh erkannt und vermieden werden, ganze Klassen in Quarantäne zu schicken. 

So sagte Kurt Portmann (SVP), Gemeinderat in Lindau und Leiter des Ressorts Bildung und Präsident der Schulpflege, gegenüber dieser Zeitung, wie überzeugt er von den Pooltests sei. «Unser oberstes Ziel ist, die Schule offen und in Betrieb zu halten. Zum Wohl der Kinder und der Eltern.»

Schul-Contact Tracing verordnet Massnahmen

Die Ustermer Schulpräsidentin erklärt derweil, dass der Spielraum für die verordneten Massnahmen für die Schule Uster gering sei. So entscheide jeweils das schulische Contact Tracing, welche Massnahmen bei positiven Corona-Fällen ergriffen werden.

Das spezialisierte Contact Tracing ergänzt das kantonale Contact Tracing. In den Städten Zürich übernimmt deren Schulärztlicher Dienst diese Aufgabe und für alle anderen Gemeinden sowie Privat- und Sonderschulen und die Mittel- und Berufsfachschulen der Verein Lunge Zürich.

Eine der Hauptaufgaben des Schul-Contact Tracing ist es, schnell allfällige Cluster zu erkennen und falls nicht repetitiv getestet wird, umgehend Ausbruchstestungen an den betroffenen Schulen zu initiieren.

Ein solche wurde letzte Woche für die Schulhause Niederuster angeordnet. Grundsätzlich sollen Ausbruchstestungen helfen, Infektionsketten zu unterbrechen.

Einführung repetitiver Tests beschlossen

Knapp eine Woche nach der Publikation des offenen Briefes hat die Gemeinderätin Grob vorwiegend positive Reaktionen erhalten.

«Natürlich gibt es auch Eltern, die solche Tests für ihre Kinder ablehnen. Corona lässt die Meinungen auseinandergehen. Ich kann das als Mutter absolut verstehen, ich hätte so etwas früher für meine Kinder auch nicht gewollt, aber wir müssen das Beste für unsere Kinder geben. Und das sind offene Schulen.»

Ab Mittwoch gilt an den Schulen im Kanton Zürich ab der 4. Klasse wieder eine allgemeine Maskenpflicht und die dringliche Empfehlung für repetitive Tests. Das hatte der Regierungsrat letzte Woche beschlossen. «Ich finde das sehr gut», sagt Grob.

«Es ist gut, dass der Regierungsrat die Maskenpflicht beschlossen hat, nun ist klar, was man umsetzen muss.»

Patricia Bernet (SP), Schulpräsidentin Uster

Und auch bei Schulpräsidentin Patrica Bernet heisst es: «Es ist gut, dass der Regierungsrat das beschlossen hat, nun ist klar, was man umsetzen muss.» 

Anders klingt es beim Lindauer Präsidenten der Schulpflege, der sagte: «Das Volksschulamt muss eine einheitliche verpflichtende Regelung aussprechen und nicht nur Empfehlungen. Wenn die einen Schulen nicht testen und die andern schon, ist das schwierig.»

Am Dienstag verkündet die Primarschulpflege Uster dann in einem Schreiben, dass repetitive Reihentests nun umgehend an die Hand genommen und umgesetzt werden sollen.  «Für die Vorbereitung braucht es etwas Zeit», heisst es in der Mitteilung.

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