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Kann ein SVP-Adventsmarkt den Uster Märt ersetzen?

Mit einem «Adventsmärt» im Stadtpark will die SVP Uster ihren Wahlkampf einläuten. Der von der Stadtpolizei bewilligte Anlass soll nach der Absage des Uster Märts auch für «festliche Stimmung» sorgen.

Festlich will die SVP ihren Wahlkampf-Auftakt feiern.

Foto: PD

Kann ein SVP-Adventsmarkt den Uster Märt ersetzen?

«Viele tolle Marktstände, kostenloses Kinderkarussell, feines Essen und wärmende Getränke»: So kündigt die SVP Uster in einer Medienmitteilung ihren Adventsmarkt an. Dieser wird am Sonntag von 11 bis 16 Uhr bei der Landihalle im Stadtpark Uster stattfinden. 

Die Stadtpolizei Uster hat den Anlass « nach Prüfung der eingereichten Unterlagen und Konzepten und nach einer stadtintern durchgeführten Vernehmlassung» genehmigt, wie es auf Anfrage heisst. Die Stadtpolizei werde am Sonntag auch vor Ort die Umsetzung des eingereichten Schutzkonzeptes prüfen, sagt Kommandant Andreas Baumgartner. 

Denn auch wenn die SVP von einem Markt schreibt, handelt es sich nicht um einen rein solchen. Stattdessen gilt der Anlass als Veranstaltung, die gleichzeitig den Wahlauftakt der Volkspartei darstellt. Weil der «Adventsmärt» der SVP auch ein Rahmenprogramm bietet, ist die im Freien stattfindende Veranstaltung auf 500 Personen limitiert. « Das Areal wird mit Absperrgittern abgegrenzt. Der Zugang zum abgesperrten Teil wird durch eine Eintrittskontrolle kontrolliert», schreibt die Ustermer Stadtpolizei.

Ersatz für den Uster Märt

Die SVP will mit ihrer Veranstaltung an diesem Wochenende «Märt-Stimmung» aufkommen lassen. Denn eigentlich hätte diese Tage in der drittgrössten Stadt des Kantons der beliebte Uster Märt stattgefunden. Allerdings hatte der Stadtrat bereits Anfang September verkündet, den Markt zum zweiten Mal in Folge ausfallen zu lassen. Als Begründung sagte Jean-François Rossier (SVP), Abteilungsleiter Sicherheit, dass die Stadt mit den damaligen Schutzvorgaben nicht in der Lage sei, den Märt umzusetzen. 

In der Ustermer Bevölkerung machte sich daraufhin Verständnislosigkeit über den erneuten Ausfall des Markts breit, der jährlich mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher anlockt. «Die Entscheidung der Stadt kann ich nicht nachvollziehen, denn andere Veranstaltungen mit ähnlicher Grösse konnten ja auch stattfinden», monierte eine Ustermerin gegenüber dieser Zeitung.

In die Bresche will nun die SVP springen. Daniel Schnyder, Präsident des Organisationskomitees, erklärt: «Mit dem Adventsmärt wollen wir einerseits der Bevölkerung etwas Besonderes bieten und andererseits auch das lokale Gewerbe sowie die Vereine tatkräftig unterstützen.» Für ausstellende Vereine und Gewerbetreibende übernimmt die SVP die Kosten für die Bewilligung, den Standplatz und die Infrastruktur.

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