Ein Leserbrief in der «Baumerziitig» vom Donnerstag sorgt für Aufruhr: Andreas Kaul, der Präsident des Männerchors Sternenberg, schreibt darin, dass sein Chor im Gasthaus Sternen nach einer Probe vor verschlossener Türe gestanden sei.
Wegen der Corona-Pandemie, so Kaul in seinem Leserbrief, sei die Zahl der Sänger, die nach der Probe im «Sternen» einkehren, kleiner geworden. Deshalb habe ihm die Wirtin Marianne Brühwiler mitgeteilt, dass sich der Besuch des Chors für sie nicht mehr lohne.
«Seit vielen Jahren ist der Männerchor Sternenberg ein treuer Kunde im Restaurant Sternen.»
Andreas Kaul, Präsident des Männerchors Sternenberg
« Ab sofort wird der Männerchor deshalb nur noch empfangen, wenn er vollständig ist oder wenn noch andere Gäste im Restaurant anwesend sind», schreibt Kaul weiter. Ausserdem sei ihm mitgeteilt worden, dass der Chor einen Umsatz von 150 Franken pro Abend einbringen müsse, damit sich der Besuch für das Gasthaus lohne.
Kaul stört sich an diesem Vorgehen. Denn: «Seit vielen Jahren ist der Männerchor Sternenberg ein treuer Kunde im Restaurant Sternen.» So hätten beispielsweise die jährlichen Abendunterhaltungen des Vereins über Jahrzehnte in der Dependance des Gasthauses stattgefunden. « Dass der Männerchor Sternenberg als einheimischer Verein und langjähriger Gast in seinem Stammlokal nur noch unter gewissen Bedingungen willkommen ist, enttäuscht mich sehr!»

