Die Beratungen werden für Personen angeboten, die sich um eine möglichst konkret formulierte Patientenverfügung bemühen. Die Beratungen finden zuhause oder im GZO Spital Wetzikon statt. «Über die Andreas Weber Stiftung haben wir bisher an die 20 Personen beraten.
Die meisten Beratungen erfolgten für Personen über dem 60. Altersjahr, die noch gesund sind», sagt Tony Styger, der Advance Care Planning (ACP) - Projektleiter der Andreas Weber Stiftung. Die Interessenten haben sich laut Styger im Vorfeld meist ausführlich mit der Thematik der Patientenverfügung auseinandergesetzt.
«Schon bestehende Verfügungen werden überprüft und durch eine neue ACP-Verfügung ersetzt», sagt Styger. Für eine solche Verfügung werde eine Vertrauensperson festgelegt und im Dokument festgehalten. Vertrauenspersonen müssen laut Styger bei Beratungen aber nicht anwesend sein.
Einige bisherige Beratungen habe man mit Ehepaaren durchgeführt. Vizepräsident der Andreas Weber Stiftung, Thomas Kern, hat für sich und seine Ehefrau kürzlich eine Beratung in Anspruch genommen. «Es erschien mir als wichtig und wertvoll, die Wünsche und Ängste meiner Partnerin zu kennen.» Seine Patientenverfügung aus dem Jahr 2016 hielt Kern für veraltet und zu ungenau formuliert. Für den 68-Jährigen sei ein möglichst selbstbestimmtes Lebensende schon lange ein Thema gewesen.

