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Politik

Der «rote Platz» als Vorbote für Tempo 30

In Gutenswil ist auf Initiative von Anwohnern der sogenannte «rote Platz» entstanden. Nach drei Jahren berichten sowohl Gemeinde als auch ein Anwohner über die Vor-und Nachteile der Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Der Rote Platz in Moskau ist weltberühmt, obwohl er eigentlich gar nicht rot gefärbt ist. Der «rote Platz» auf der Gemeindestrasse Im Amt ist dagegen nur gerade in Gutenswil bekannt – der Belag trägt aber tatsächlich die Farbe. Dies hat einen Grund: 2018 wurde ein Gruppe Quartierbewohner mit der Idee einer Verkehrsberuhigungsmassnahme bei der Gemeinde Volketswil vorstellig. Ihr Ziel: Die enge Strasse Im Amt, die über kein Trottoir verfügt und für viele Autofahrende als «Schleichweg» zur Oberlandautobahn dient, sollte mit einem roten Strassenbelag sicherer für die Quartierbewohner gemacht werden. 20‘000 Franken hat der rote Belag damals gekostet, der nach dem Einbau der neuen Wasserleitungen und der Strassensanierung aufgetragen wurde.

Roger Letter, Abteilungsleiter Tiefbau und Werke der Gemeinde Volketswil, hatte das Projekt kurz nach der Fertigstellung den Anwohnerinnen und Anwohnern nochmal vor Ort vorgestellt. Die Gemeinde wolle Erfahrungen mit diesem Strassenabschnitt sammeln und unter anderem mittels Geschwindigkeitsmessungen und Rückmeldungen aus dem Quartier dessen Wirksamkeit überprüfen, sagte er damals.

Kaum Effekt auf Geschwindigkeit

Dies ist mittlerweile geschehen. Heute sagt Letter, dass dabei vor und nach der Farbmarkierung das Geschwindigkeitsniveau gemessen worden sei. Dieses sei bereits vor der roten Markierung deutlich unter 50 Stundenkilometern gelegen. «Durch die Farbmarkierung konnte aber keine weitere signifikante Senkung der Geschwindigkeit nachgewiesen werden. Die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer ist im Bereich der Kreuzung und der engen Strassenabschnitte aber sicher höher geworden.»

 

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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