Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Bürger müssen tief in die Tasche greifen

Der Egger Gemeinderat will wegen des sich abzeichnenden Defizits die Steuern massiv erhöhen. Trotz dieser Massnahme resultiert im Budget 2022 immer noch ein Minus.

Foto: Pixabay

Bürger müssen tief in die Tasche greifen

Baustelle Forchbahn

Es ist ein finanzpolitscher Knall in Egg: Der Gemeinderat will den Steuerfuss um sechs Prozentpunkte erhöhen. Das gibt er in einer Medienmitteilung zum Budget 2022 bekannt. Allerdings rechnet die Exekutive trotz der Berücksichtigung der Steuererhöhung mit einem Minus von rund 1,3 Millionen Franken, bei einem Aufwand von 55,5 Millionen Franken und einem Ertrag von 54,2 Millionen.

Die Politische Gemeinde Egg hat seit 2014 einen Steuerfuss von 98 Prozent. Nun soll dieser also im kommenden Jahr auf 104 Prozent festgesetzt werden. Gemeindeschreiber Tobias Zerobin sagt dazu auf Anfrage: «Wir mussten diese Massnahme ergreifen, um das Haushaltsgleichgewicht einzuhalten.» Dazu sei die Gemeinde verpflichtet. Dass die Steuerfusserhöhung kommt, hat sich gemäss Zerobin abgezeichnet: «Wir haben schon seit langem aufgezeigt, dass es sonst nicht mehr reicht, um die finanzpolitischen Ziele zu erreichen.»

Steuern und Sparen

Die allgemeinen Gemeindesteuern erhöhen sich dank der Anpassung des Steuerfusses im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 2,9 Millionen Franken. Bei den Sondersteuern werden die Grundstückgewinnsteuern um 500’000 Franken höher veranschlagt. Insgesamt soll der Ertrag damit um 3,3 Millionen Franken gegenüber dem Budget 2021 steigen.

Dabei setze die Gemeinde nicht nur auf die höheren Steuereinnahmen, sondern auch auf Einsparungen in der Höhe von 1,5 Millionen Franken, so Zerobin. Unter anderem seien Projekte verschoben oder bei Behördenessen gekürzt worden.

Souverän hat letztes Wort

Dennoch steigt der prognostizierte Aufwand verglichen mit dem Vorjahresbudget im kommenden Jahr um 2,3 Millionen Franken. Unter anderem wegen höheren Aufwendungen in den Bereichen «Allgemeine Verwaltung» mit 112’000 Franken; «Bildung» mit 281’000 Franken; «Gesundheit» mit 361’000 Franken; «Soziale Sicherheit» (inklusive Kinder- und Jugendschutz) mit einer Million Franken und «Verkehr und Nachrichtenübermittlung» mit 254’000 Franken.

Über das Budget 2022 entscheiden die Eggerinnen und Egger an der Gemeindeversammlung vom 29. November. Angesprochen auf den schwierigen Stand, den eine Steuerhöhung vor dem Volk üblicherweise hat, sagt Zerobin: «Wir sind überzeugt, dass wir die wesentlichen Punkte vermitteln können, die für die Steuerfusserhöhung sprechen.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns