Gemeinderat Wila krebst beim Höhenweg zurück
Der Höhenweg in der Nähe des Friedhofs in Wila muss saniert werden. Anfang Juni informierte der Gemeinderat, dass er hierfür einen Kredit von rund 185‘000 Franken bewilligt hat. Im Projekt vorgesehen war, dass der Weg einen Asphaltbelag erhält.
Doch dagegen gab es breiten Widerstand aus der Bevölkerung. Neben einer Petition mit über 100 Unterschriften wurde auch eine Aufsichtsbeschwerde beim Bezirksrat eingereicht.
Der Gemeinderat krebst nun zurück. « Nach erneutem Abwägen aller Vor- und Nachteile der beiden vorliegenden Varianten sowie unter Einbezug der Rückmeldungen aus der Bevölkerung hat er entschieden, den Höhenweg in Kies auszuführen», teilt Gemeindeschreiber Balz Zinniker auf Anfrage mit. Jedoch werde im Abschnitt ab dem Lindenstieg abwärts ein Asphalt-Belag eingebaut.
Mit Planauflage
Als nächstes wird das Sanierungsprojekt beim kantonalen Amt für Landschaft und Natur sowie der Kantonsarchäologie zur Genehmigung eingereicht. «Nach Vorliegen der Entscheide dieser beiden Ämter wird das Vorhaben gemäss Strassengesetz öffentlich aufgelegt», erklärt Zinniker.
«Wir fragen uns aber auch, warum der Gemeinderat nicht gleich reagiert hat.»
Angelika Studer, Sprecherin der IG «Pro Kiesbelag Höhenweg»
Einen Zeitplan gebe es aber noch nicht. «Der Gemeinderat hofft, mit der nun gewählten Variante eine gangbare Lösung gewählt zu haben.»
Die Interessensgemeinschaft (IG) «Pro Kiesbelag Höhenweg» begrüsst diesen Entscheid im Grundsatz. «Wir fragen uns aber auch, warum der Gemeinderat nicht gleich reagiert hat», erklärt deren Sprecherin Angelika Studer.
Die Mitglieder der IG werden nun die definitive Planauflage abwarten. «Dann entscheiden wir, wie es weitergeht», sagt sie. «Dann können wir die Pläne anschauen und allenfalls Einsprache erheben.»
Beschwerde weiterhin hängig
Die Aufsichtsbeschwerde, die einzelne Mitglieder der IG beim Bezirksrat eingereicht haben, ist vom neusten Entscheid des Gemeinderats vorerst nicht berührt.
Darin machen die Beschwerdeführer unter anderem geltend, dass der Gemeinderat beim ursprünglichen Projekt seine Finanzkompetenz überschritten und Verfahrensfehler begangen habe.
Zum Beispiel kritisierten sie, dass es keine Planauflage gab. Wie es mit dieser Beschwerde weitergeht, ist aktuell noch offen. «Wir klären dies derzeit ab», erläutert Angelika Studer.
