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Welches Informationssystem darf es denn sein?

​​​​​​​In Dübendorf werden aktuell zwei Systeme getestet, die dereinst die bestehenden Stelen an Bus- und Tram-Haltestellen ersetzen könnten. Wer auch immer den Zuschlag erhalten wird – eines ist jetzt schon klar: Es wird digital stark aufgerüstet.

Die Fahrgäste können sich an der Wahl des künftigen Informationssystems beteiligen., Diese Stele heisst «META» und steht an der Haltestelle City Center in Richtung Stettbach., Das ist das Informationssystem «mi-kado», es befindet sich an der Haltestelle Lindenplatz in Fahrtrichtung Bahnhof.

PD

Welches Informationssystem darf es denn sein?

Die Infostelen an den Bus- und Tramhaltestellen mit ihrem schlichten Rohrrahmen-Design in den typischen Züri-Farben: bald schon könnten sie abgelöst werden. Denn seit Dienstag werden zwei mögliche Nachfolger für das Gebiet des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) getestet.

Initiiert wurde der Versuchsbetrieb von den VBG, den Verkehrsbetrieben Glattal, die zum Auftakt nach Dübendorf einluden. Dort sind zwei Prototypen für ein neues Informationssystem im Einsatz, die im mehrstufigen Ideen-Wettbewerb am meisten überzeugt hatten.

Dass diese ausgerechnet in der Stadt an der Glatt aufgestellt wurden, liegt einerseits an der «Innovationslinie 759», auf der laut VBG aktuelle Forschungsresultate unter realen Bedingungen getestet werden können. Zudem hatten sich die Verantwortlichen im Stadthaus für den Standort Dübendorf starkgemacht.

Neu – aber doch vertraut soll es sein

Die Teilnehmer des Wettbewerbs mussten sich an einen umfangreichen Anforderungskatalog halten, wie VBG-Direktor Matthias Keller deutlich machte. «Identitätsstiftend» sollen die neuen Stelen sein, und eine Verbindung zum derzeitigen System herstellen. Dazu kamen Vorgaben zu Wartung und Unterhalt.

Besonders wichtig: der modulare Aufbau, um für die unterschiedlichen Anforderungen in ländlichen und urbanen Gebieten gerüstet zu sein. Aber auch, damit sich technische Erweiterungen einfach realisieren lassen. Denn gerade in diesem Bereich werde es beim bestehenden Modell schnell mal kompliziert, so Keller.

Sitzbänkli und Smartphone-App

Auf einem Rundgang wurde den gut zwei Dutzend Interessierten die beiden Prototypen vorgestellt. Der eine befindet sich bei der Haltestelle City Center in Richtung Stettbach. Das Modell nimmt optisch die Rahmenkonstruktion der bestehen Stelen auf und setzt auf Erweiterungsmöglichkeiten mit elektronischen Anzeigegeräten im Baukastensystem, kann aber auch ganz profan mit einem Sitzbänkli ergänzt werden.

In einer ersten Phase können die Fahrgäste ihre Meinung zu den Stelen abgeben, über einen QR-Code gelangen Interessierte zu einer kurzen Umfrage.

Der zweite Prototyp steht bei der Haltestelle Lindenplatz in Fahrtrichtung Bahnhof. Dieses System ordnet die verschiedenen Module entlang einer freistehenden Säule an, wobei Elemente der bestehenden Stelen integriert werden können – aus «ökologischen und ökonomischen Gründen», wie es an der Präsentation hiess. Ein besonderes Augenmerk legt der Hersteller auf ein App für die Fahrgäste, die schon in Kombination mit dem heutigen System funktionieren soll.

Was beide Anbieter gemeinsam haben: Sie berücksichtigen die Bedürfnisse von Menschen mit einer Beeinträchtigung, versorgen ihre Stelen mittels Photovoltaikanlage mit Strom – und können ein System anbieten, das Alarm schlägt, wenn sich Vandalen an den Geräten zu schaffen machen.

Fahrgäste dürfen mitmachen

Der Versuchsbetrieb ist auf neun Monate ausgelegt. In einer ersten Phase können die Fahrgäste ihre Meinung zu den Stelen abgeben; bei den Haltestellen ist dazu jeweils eine Infotafel mit einem QR-Code angebracht, über den man zu einer kurzen Umfrage gelangt. Das Ergebnis werde in die Gesamtbeurteilung einfliessen, sagte VBG-Direktor Keller, sei aber «nicht wettbewerbsbestimmend»: Das letzte Wort fällt eine Jury im kommenden Sommer.

Noch steht nicht fest, wie es danach weitergeht. Denn die VBG sind zwar hauptverantwortlich für das Pilotprojekt, beteiligt sind aber auch weitere Betriebe im ZVV, und der Verkehrsbund ist es, der am Ende über die Finanzierung entscheidet. Ob überhaupt neue Stelen zum Einsatz kommen, ist deshalb ebenso wenig klar wie die Frage, in welchem Zeitraum ein Ersatz realisiert würde.

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