Ulrich Schmid (Die Mitte Stadt Uster), Präsident der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee, will einen Ausweg aus dem Konflikt mit der Sekundarschule Uster gefunden haben. Mit einem Zweckverband soll nun das Gemeindegesetz des Kantons Zürich erfüllt werden. Das Gesetz verlangt, dass bis 2022 das Hoheitsgebiet von Schulgemeinden und Politischen Gemeinden übereinstimmen muss. Und das ist in Uster derzeit noch immer nicht der Fall.
Vorbild des Zweckverbandes ist für Schmid etwa der Zweckverband «Gemeinsame Sekundarschule Erlenbach – Herrliberg», in dem sich die Sekundarschulen der beiden Gemeinden zusammengeschlossen haben.
Dass Schmid kurz vor Ablauf der Frist mit dieser Idee daherkommt, hat wohl auch mit dem Druck zu tun, der auf ihm lastet. Der Präsident der Oberstufenschulgemeinde musste sich sowohl vonseiten der Sek Uster als auch von Gemeinderäten und Gemeinderätinnen den Vorwurf gefallen lassen, auf seinem Standpunkt zu beharren und keinen Ausweg aus der Sackgasse zu bieten. Schmid war bisher in erster Linie darauf bedacht, die Auflösung seiner Schulgemeinde zu verhindern.
Bezirksrat wiederholt Kritik
Auch der Bezirksrat hat die Oberstufenschulpflege immer wieder für dieses Verhalten kritisiert. Und erneut bemängelt Bezirksratspräsident Marcel Tanner auf Anfrage: «Insbesondere die Oberstufenschulpflege Nänikon-Greifensee hat mit ihrer mehrfach kommunizierten Haltung, den Status quo beibehalten zu wollen, bisher eine einvernehmliche Lösung blockiert.» Damit habe sie jegliche Entwicklung der Sekundarschule Uster verunmöglicht.

