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Die Reformierte Kirche Sitzberg hat einen neuen Pfarrer gefunden

Am 10. Oktober wählen die Mitglieder der Reformierten Kirche Sitzberg eine neue Pfarrperson. Die Kirchenpflege ist erleichtert, dass das Amt bald wieder besetzt ist.

Volker Schnitzler stellt sich als neuer Pfarrer der Kirche Sitzberg zur Wahl.

Foto: züriost / PD

Die Reformierte Kirche Sitzberg hat einen neuen Pfarrer gefunden

Ende Februar ging Pfarrer Felix Marti in Pension. Seither hat die Reformierte Kirche Sitzberg keine Pfarrperson mehr. Doch nun ist die Pfarrwahlkommission fündig geworden: Volker Schnitzler, bisher Pfarrer in Rümlang, stellt sich am 10. Oktober zur Wahl. Dies geht aus einer amtlichen Anzeige vom 10. September hervor.

Debora Bachmann, Präsidentin der Kirchenpflege Sitzberg, freut sich sehr, dass die Gemeinde bald einen neuen Pfarrer wählen kann. Die Arbeit hatte die Kommission bereits im Januar 2020 aufgenommen. «Es war uns bewusst, dass es eine Herausforderung sein wird, eine 50-Prozent-Stelle zu besetzen», so Bachmann. «Höhere Pensen sind natürlich attraktiver.»

Umso grösser sei die Freude, dass man mit Volker Schnitzler einen geeigneten Kandidaten gefunden habe. «Er bringt viel Erfahrung in der Führung eines Einzelpfarramts mit», sagt Bachmann. Denn in Sitzberg gebe es kein Pfarrteam. «Unsere Pfarrperson muss alle Bereiche abdecken – von der Taufe bis zur Beerdigung.»

Dem Himmel nah

Auch Volker Schnitzler freut sich sehr auf die Aufgabe, die möglicherweise auf ihn zukommen wird. «Es ist eine spannende Herausforderung, meine letzten sieben Amtsjahre in der kleinsten Kirchgemeinde im Kanton zu verbringen.»

Sitzberg habe ein lebendiges und aktives Gemeindeleben. Und der Standort auf dem Berg liess Schnitzler sofort an den Satz denken: «Dem Himmel und den Menschen so nah.» Er freue sich, ins Pfarrhaus zu ziehen. Dieses war gemäss Debora Bachmann bisher vermietet.

Seit einigen Jahren arbeitet Schnitzler in Rümlang. Doch die Arbeit in einem Einzelpfarramt in einer kleineren, ländlichen Gemeinde ist ihm nicht fremd. «Meine Ausbildung habe ich in Deutschland absolviert. Als ich 1997 in die Schweiz kam, arbeitete ich zuerst in Oberbipp und später in Lindau ZH.» 

«Ich bin gerne Pfarrer und gleichzeitig Redaktor, Sekretär und Verwalter der Meldekartei.»

Volker Schnitzler, Pfarrer

Die kleinste Kirchgemeinde im Kanton bringe für ihn aber auch neue Erfahrungen. «So ist der kirchliche Unterricht beispielsweise jahrgangsübergreifend.» Als ehemaliger Schulpfarrer mit einer Zusatzausbildung in Religionspädagogik freue er sich auf diese Aufgabe. «Auch die Gemeindepädagogik liegt mir sehr am Herzen.»

Entlastung für Kirchenpflege

Ausserdem ist die Pfarrperson in der Kirche Sitzberg für viele administrative Belange zuständig. Das schreckt Schnitzler nicht ab, im Gegenteil. «Diese Arbeit liegt mir, ich bin gerne Pfarrer und gleichzeitig Redaktor, Sekretär und Verwalter der Meldekartei.»

«Die beiden Arbeitsstellen haben andere Schwerpunkte und sind deshalb gut vereinbar.»

Deborah Bachmann, Präsidentin der Kirchenpflege Sitzberg

Seit Pfarrer Felix Marti in Pension ging, hat die Kirchenpflegepräsidentin diese Aufgaben erledigt. «Ich bin froh, dass ich bald wieder etwas entlastet werde», sagt Debora Bachmann. «Da wir in unserer Gemeinde kein eigenes Pfarreisekretariat haben, werden die ganzen administrativen Arbeiten immer zwischen der Pfarrperson und der Kirchenpflege aufgeteilt.»

Zwei Stellen

Wenn Pfarrer Volker Schnitzler am 10. Oktober gewählt wird, wird er seine neue Stelle in der Kirche Sitzberg per 1. März 2022 antreten. Doch er wird voraussichtlich nicht nur in der kleinen Kirchgemeinde arbeiten. Gleichzeitig stellt er sich auch zur Wahl für ein 30-Prozent-Pensum in der künftigen Grosskirchgemeinde Knonauer Amt.

Diese beiden Aufgaben lassen sich jedoch gut kombinieren, so Schnitzler. Auch Debora Bachmann macht sich deshalb keine Sorgen: «Die beiden Arbeitsstellen haben andere Schwerpunkte und sind deshalb gut vereinbar.»

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