Für das Jahr 2021 rechnen die zwei Geschäftsfelder «Heime Uster» und «Sport» mit einer Überschreitung ihrer bewilligten Globalkredite. Beide stehen in der Verantwortung von Gesundheitsvorsteherin Karin Fehr (Grüne).
Insbesondere der Nachtragskredit für die Heime Uster in der Höhe von rund 3,6 Millionen Franken wiegt schwer. Weit weniger zu reden gab der Nachtragskredit des Geschäftsfeldes Sport in der Höhe von 700 000 Franken. Die Ursache hierfür liegt laut Stadt in der Covid-19 bedingten Teil-Schliessung des Hallenbades von Dezember 2020 bis Mai 2021.
Ein persönliches Hühnchen mit der städtischen Abteilung Gesundheit hatte FDP-Gemeinderätin Andrea Grob zu rupfen. «Ich musste dreimal nach detaillierten Zahlen fragen. Damit ich die Zahlen erhielt, war tatsächlich der Druck eines Antrages zur Veröffentlichung der Zahlen nötig.» Damit sprach Grob die Interpellation an, die der Stadtrat schon im Vorfeld beantwortet hatte.
Der Bettenfall im Dietenrain
Die Fraktion sehe aber ein, dass der Nachtragskredit aktuell benötigt werde. Weiter sprach Grob eine der Massnahmen an, die der Stadtrat aufgrund der gesunkenen Nachfrage nach Pflegeplätzen vorgenommen hatte. Um dem voraussichtlich länger andauernden Überangebot an Pflegebetten in Uster und dem Defizit weiter zu begegnen, wurde unter anderem die Reduktion der Gesamtbettenzahl von 251 auf 223 per 1. Juli 2021 umgesetzt. Diese Bettenreduktion gilt bis auf Weiteres, heisst es in der Weisung des Stadtrates. Dazu wurden im Pflegezentrum Dietenrain die Doppelzimmer grossmehrheitlich in Einzelzimmer umgenutzt.

