Turbenthal empfängt Heissluftballon-Europameister Roman Hugi
Roman Hugi ist der beste Heissluftballonfahrer von Europa. Nur wenige Wochen nach seinem Triumph an der Schweizermeisterschaft im Emmental gewann der Turbenthaler an der Europameisterschaft in Szeged (Ungarn) einen weiteren Titel.
Hugi setzte sich mit seinem Team gegen 80 weitere Ballonequipen aus 22 verschiedenen Ländern durch. Für den Tösstaler Ballonfahrer ist es das Highlight seiner bisherigen Karriere: «2017 habe ich an der EM die Bronzemedaille gewonnen, doch dieser Erfolg überstrahlt nun alles.»
Im Vergleich zum Gewinn der Schweizermeisterschaft sei dies nun ebenfalls «eine andere Kiste.» Er sei überglücklich, aber auch erschöpft. «Es war mental und physisch anstrengend.»
Jeden Morgen sei er vor vier Uhr aufgestanden, um an Einweisungen teilzunehmen. «Dort haben wir die Informationen zu den Wettkampfaufgaben erhalten.»
Kein Wetterglück
Los ging der mehrtägige Sportanlass am 12. September. In sechs Fahrten massen sich die Piloten in 19 verschiedenen Aufgaben, bei denen es darum geht, das Luftfahrzeug möglichst genau durch die Winde zu steuern; vergleichbar mit einem Orientierungslauf.
«Vom Kirchenparkplatz wurde ich rund 200 Meter in einem Ballonkorb nach Hause geschoben.»
Roman Hugi, Europamister im Ballonfahren
«Ursprünglich waren zehn Wettbewerbe geplant, doch das Wetter spielte Ende Woche nicht mehr mit», erklärt Hugi. Das sei jedoch bei Ballon-Wettbewerben keine Seltenheit.
Am Sonntagabend ist Roman Hugi in die Schweiz zurückgekehrt und wurde in der Gemeinde Turbenthal feierlich empfangen: «Vom Kirchenparkplatz wurde ich rund 200 Meter in einem Ballonkorb nach Hause geschoben.»
Koordiniert hatte den Anlass Hugis Mutter. «Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Kollegen, Freunde und Bekannte gekommen sind.» Er sei überrascht gewesen, wer ihm alles die Ehre erwies.
Um den Titel kämpfen
Unter den Gästen war auch Gemeinderat Walter Fehr (parteilos). «Es ist immer eine Freude, wenn wir in Turbenthal Sportler empfangen dürfen, die an internationalen Wettkämpfen Erfolge feiern.»
«Natürlich möchte ich aber auch an der WM um den Titel kämpfen.»
Roman Hugi
Roman Hugi wird es nun etwas ruhiger angehen. «Jetzt muss ich zuerst wieder in den Alltag finden», meint er. Im Hinterkopf habe er jedoch bereits die Weltmeisterschaft vom nächsten Jahr.
Die offizielle Einladung habe er noch nicht erhalten. Folglich sei es noch zu früh, um sich zu viele Gedanken zu machen. «Natürlich möchte ich aber auch an der WM um den Titel kämpfen.»
