Im Ortsmuseum in Fischenthal hängen die Porträts von drei bedeutenden Männern aus dem 19. Jahrhundert: Dem Dichter Jakob Senn, dem Industriellen Johannes Schoch und von Johann Jakob Keller, dem ehemaligen Gemeindepräsidenten, Industriellen, Nationalrat – und Vater der Zürcher Kantonalbank (ZKB).
Am Sonntagabend ist Keller für einmal aus seinem Porträt gestiegen. Zwar nicht im Ortsmuseum, dafür aber auf der Bühne des Gasthauses Blume in Fischenthal. Diese Auferstehung möglich gemacht hat der Schauspieler, Regisseur und Publizist Matthias Peter.
In einem Theatermonolog nimmt Peter die Rolle des Bankvaters ein, der zur Geisterstunde für einmal wieder das Wort ergreifen möchte – so wie er es zu Lebzeiten als Politiker oft getan hat.
Der Aufbruchsgeist des 19. Jahrhunderts
Keller habe es langsam satt, dass er immer mit den gleichen Sprüchen von den Museumsführerinnen und -führern angekündigt werde: «Am Schluss sind es nur Schlagworte, die von einem Leben übrig bleiben.»

