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Stadthaus-Sanierung und Kindergärten werden projektiert

Mit grösseren baulichen Vorhaben hat sich am Montagabend der Gemeinderat beschäftigt. Er bewilligte die Projektierung von Ersatzneubauten der Kindergärten Goldbühl, Kempten, Baumgarten und Egg. Und die angedachte Sanierung des Stadthauses geht für ihn auch in Ordnung

Das Stadthaus Wetzikon soll saniert werden.

Fabio Meier

Stadthaus-Sanierung und Kindergärten werden projektiert

Wer in einem Stadtparlament sitzt, muss sich immer mal wieder mit Bauthemen auseinandersetzen. So, wie am Montagabend der Wetzi­ker Gemeinderat. Der Stadtrat hat einen Projektierungskredit von nicht ganz einer Mil­lion Franken für Ersatzneubauten von vier Kindergärten vorgelegt. 

Die Kindergärten Goldbühl, Kempten und Egg wurden in den 1960er Jahren identisch, der Kindergarten Baumgarten in einer ähnlichen Bauweise erstellt. Heute allerdings befinden sich die Gebäude in einem schlechten baulichen und energetischen Zustand. Eine Sanierung würde teuer zu stehen kommen, die mittlerweile bestehenden betrieblichen und räumlichen Probleme blieben dabei ungelöst.

Einheitliche Modulbauten

Mit dem Ziel, ein einheitliches Kindergarten-Modulsystem zu entwickeln, das an allen vier Standorten erstellt werden kann, wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Dabei obsiegte das Projekt «Ligretto» der Arbeitsgemeinschaft Soppelsa Architekten AG und Anderegg Partner AG. Die zu erwartenden Baukosten aller vier Kindergärten dürften sich auf etwas weniger als 10,5 Millionen Franken belaufen.

Den Einbezug aller vier Kindergartengebäude in die Projektierung und die etappierte Reali­sierung sind laut Stadtrat sinnvoll, da so Synergien genutzt wer­den können. Auch die Rechnungsprüfungskommission (RPK) sieht das so. 

Grundsätzliche Opposition gab es gestern im Gemeinderat nicht. Zeno Schärer von der SVP  meinte, man hätte angesichts der Modulbauweise etwas tiefere Kosten erwartet. «Sollte nun ein Umweltleuchtturmprojekt mit überzogenen Standards vorgelegt werden, würden wir uns dagegen stellen». Letztlich wurde das Geschäft aber durchgewinkt – und zwar ohne Gegenstimme.

Renovation des Stadthauses 

Überdies wurde dem Gemeinderat gestern Abend ein Projektierungskredit in Höhe von etwas über ­einer Million Franken für die Gesamtsanierung des rund 40-jährigen Stadthauses vorgelegt. So haben die Verglasungen und die gebäudetechnischen Anlagen das Ende ihrer Lebens­erwartung erreicht. 

Die Sanierung soll zudem genutzt werden, um gleichzeitig mit massvollen Eingriffen im Inneren die Flächennutzung zu optimieren und einen zeitgemässen Kundenempfang zu gestalten. «Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, daher ist diese Sanierung kein einfach zu lösendes Problem», meinte einleitend Sandra Elliscasis (FDP) als Präsidentin der vorberatenden Kommission.   

«Wir wollen das Stadthaus so sanieren, dass es auch künftig aussieht wie heute», erklärte der zuständige Stadtrat Henry Vettiger (SVP). Idee sei es, im Eingangsbereich einen zentralen Schalter zu schaffen.

Hängepflanzen im Innern

Martin Wunderlich (Grüne) meinte, dass eine Photovoltaikanlage wünschenswert wäre. Erfreut sei man hingegen über die geplante Bepflanzung mit Hängepflanzen in der Halle. «Und der zentrale Schalter macht das Stadthaus kundenfreundlicher.» 

Der Gemeinderat genehmigte den Kredit für die Projektierung schliesslich ohne Gegenstimme. Auch zu dieser Vorlage hatte sich die RPK zuvor zustimmend geäussert.
 

Die Beschlüsse des Gemeinderats
■ Die Interpellation «Idewe-Areal»von Brigitte Obrist (AW) wurde begründet.
■ Totalrevision der Geschäftsordnung des Grossen Gemeinderates wurde beraten.
■ Der Projektierungskredit «Ersatzneubauten Kindergärten Goldbühl, Kempten, Baumgarten und Egg» wurde ohne Gegenstimme genehmigt.
■ Dem Verkauf der Aktien der RIZ AG wurde mit 28:3 Stimmen zugestimmt.
■ Der Projektierungskredit für die Gesamtsanierung und Flächenoptimierung des Stadthauses wurde ohne Gegenstimme genehmigt.
■ Die Interpellation von Elmar Weilenmann (Die Mitte) «Fertigstellung Westtangente» wurde beantwortet.
■ Die Interpellation von Elmar Weilenmann (Die Mitte) «Zunahme von Littering» wurde beantwortet.
■ Ebenfalls beantwortet wurde die Interpellation «Wetziker Wald-Holz» von Stefan Burch (EVP).

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