Bigi Obrist wirkt angesäuert. «Wir verstehen nicht, wie Stadtentwicklungsprojekte durchgeführt werden können und die Stadt trotzdem keine Kenntnis von einem solchen Verkauf hat», sagt die Parlamentarierin der Alternative Wetzikon (AW) an der Gemeinderatssitzung vom Montag, 6. September.
Grund ihres Ärgers ist das Idewe-Areal in Medikon. Über 150 Jahre lang ratterten dort die Maschinen. Strickwaren und Wirkwaren wurden hier produziert. Vor allem aber die Idewe-Strümpfe. 1998 lief die Strumpfproduktion in Medikon aus, und 2008 wurde auch die Färberei geschlossen.
Seit 2010 ist die Idewe eine reine Immobilienfirma. Heute sind in den Gebäuden in Medikon unter anderem ein Gitarrenshop mit Musikschule, das Remar-Brockenhaus, ein Modelleisenbahngeschäft sowie verschiedene weitere Geschäfte und Kleingewerbler eingemietet.
Geblieben ist der Charakter des Ensembles, zu dem neben mehreren Fabrikationsgebäuden auch die obligate Fabrikantenvilla, ein Weiher, ein Kleinwasserkraftwerk und Kanäle gehören.
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