Als César Mawanzi ein Kind war, waren für ihn Priester wie Polizisten oder Ärzte: «Sie hatten eine schöne Uniform, man zollte ihnen Respekt und sie durften im Gottesdienst die Predigt halten oder vorbeten.» Das bewunderte der heutige Pfarrer der Katholischen Kirche Herz Jesu in Turbenthal. «Doch ich verstand damals noch nicht, was es wirklich heisst, Priester zu sein.»
Nun weiss er es. Vor 25 Jahren wurde César Mawanzi im Kongo zum Priester geweiht. Er hat sich damit entschieden, sein Leben für Gott und die Kirche zu führen. «Das ist kein Beruf, sondern eine Berufung», sagt er.
Angefangen hat sein Weg in einem kirchlichen Knabenseminar, wo er im Internat seine Hochschulreife erlangte. «Meine Mutter war anfänglich dagegen, dass ich überhaupt das Seminar besuche», erinnert sich Mawanzi. «Sie wollte nicht, dass ihr ältester Sohn Priester wird und somit nie eine eigene Familie haben wird.»
Doch als die Eltern den Wunsch ihres Sohnes erkannt haben, willigten sie ein. «Sie hatten schliesslich das Fundament gelegt. Der Glaube in meiner Familie hat mich tief geprägt.»
Keine leichte Wahl

