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Videoüberwachung für Sportanlage Mettlen

In den vergangenen Monaten kam es bei der Sportanlage Mettlen zu erheblichen Sachbeschädigungen. Deshalb hat der Gemeinderat Weisslingen beschlossen, das Areal per Video überwachen zu lassen.

Die Sportanlage Mettlen hat weiterhin mit Vandalismus zu kämpfen., Auch Littering ist weiterhin ein Problem für die Clubverantwortlichen., Durch eine Videoüberwachung sollen Vandalismus und Littering künftig verhindert werden.

Archivbild PD

Videoüberwachung für Sportanlage Mettlen

Schon im Hallenbad und in der Turnhalle des Schulhauses Mettlen kam es in der Vergangenheit zu Vandalismus, weshalb die Gemeinde Weisslingen reagierte und beide Anlagen mit einer Videoüberwachung ausrüstete. Nun ist eine solche Überwachung auch für die Sportanlage Mettlen, speziell rund um das Clubhaus des FC Weisslingen, aus Sicht des Gemeinderats unumgänglich geworden. Es kam zu Vandalismus, Einbrüchen ins Clubhaus und den Kiosk sowie zu Littering. Zudem wurde der Rasenroboter mehrmals ohne Erlaubnis benutzt und auch manipuliert.

Der Gemeinderat Weisslingen hat deshalb beschlossen, einen Kredit von über 10‘000 Franken zu bewilligen, um die Sportanlage Mettlen mit Video zu überwachen. Mit dieser Massnahme soll zum einen die Strafverfolgung bei Littering- und Vandalismusvergehen besser erfolgen und andererseits erwartet der Gemeinderat durch eine konstante Videoüberwachung auch einen präventiven Effekt.

Kein neues Phänomen

Die Vorkommnisse sind laut Gemeindeschreiber Silvano Castioni zwar kein neues Phänomen: «In den letzten zwei bis drei Jahren ist es immer wieder zu Vandalismus gekommen. Seit der Corona-Pandemie hat sich die Problematik jedoch noch verschärft.» Ob eventuell die Frustration von Jugendlichen damit zusammenhängt, weiss Castioni nicht. «Wissenschaftlich lässt sich so etwas natürlich nicht beweisen, aber es könnte durchaus einen Zusammenhang mit der verstärkten Langeweile von Jugendlichen geben.»

«Wissenschaftlich lässt sich so etwas natürlich nicht beweisen, aber es könnte durchaus einen Zusammenhang mit der verstärkten Langeweile von Jugendlichen geben.»

Silvano Castioni, Gemeindeschreiber Weisslingen

Anders als bei den Taten im Hallenbad und in der Turnhalle des Schulhauses Mettlen, ist für die neueren Schäden bei der Sportanlage Mettlen noch keine Anzeige gegen Unbekannt erfolgt. Weder von Seiten der Clubverantwortlichen noch von der Gemeinde aus. Die Chancen, die Täterschaft ermitteln zu können, erachtet man als zu gering.

Zusammenarbeit wird geschätzt

Der Vizepräsident des FC Weisslingen, Olaf Irrgang, schätzt die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die auch die Eigentümerin des Sportgeländes ist. «Als Nutzer des Geländes finden wir es gut, dass die Gemeinde Präventivmassnahmen ergreift, damit die Täter gegebenenfalls überführt, beziehungsweise zur Rechenschaft gezogen werden.» Der FC Weisslingen habe der Gemeinde diverse Vorkommnisse mittgeteilt. «Nach unserem Wissen hat die Gemeinde jedoch nicht nur auf unsere Bitte hin reagiert», so Irrgang.

Wenige schaden Vielen

Laut Olaf Irrgang ist die Sportanlage dank dem leidenschaftlichen Einsatz aller Clubmitglieder zu einem tollen Ort geworden, wo alle an einem Strang ziehen würden. «Da schmerzen die Fassadenschmierereien mit Sprühfarbe und der unachtsame Umgang mit Abfall doppelt», so Irrweg. Deshalb schätze der Club die Bemühungen der Gemeinde, da die Platzwarte und Helfer nicht alles zu kontrollieren in der Lage seien. «Das ständige Entsorgen, Aufräumen und Renovieren kostet unsere Leute viel Zeit und Nerven.»

«Das ständige Entsorgen, Aufräumen und Renovieren kostet unsere Leute viel Zeit und Nerven.» 

Olaf Irrgang, Vizepräsident FC Weisslingen

Was die Jugendlichen auf dem Areal betreffe, so begrüsse man, dass sie nach so langer Zeit der Entbehrungen wieder zusammenkommen wollen und verstehe auch, dass die Jugend Rückzugsorte brauche. «Die Mehrheit ist vernünftig und in ihrem Umweltbewusstsein sogar ein Vorbild für viele Erwachsene», so der Vizepräsident. Die wenigen Unvernünftigen hingegen richteten Schäden an, die grosse Kosten verursachen. «Für einen Rasenroboterschaden bezahlt man schnell einmal über 10‘000 Franken.» Was laut Irrweg am meisten schmerzt sei, dass die wenigen «Grüsel» das Image ganzer Gruppen ramponieren und so alle in Generalverdacht gerieten. Ob sich die Lage auf der Sportanlage Mettlen dank künftiger Videoüberwachung ändert, muss sich noch erweisen.

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