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Jetzt muss Mercee mit ihrer Musik überzeugen

Geld kann sie mit ihrer Musik noch nicht verdienen. Doch die Oberländer Sängerin Mercee ist trotzdem bestrebt, ihre Karriere weiterzuverfolgen.

Mercee (links) und Pilar Vega haben eine neue Single veröffentlicht., Vor einem Jahr war die Oberländerin «SRF3 Best Talent».

Foto: SRF Simona Vallicotti

Jetzt muss Mercee mit ihrer Musik überzeugen

Vor genau einem Jahr war Sängerin Mercee «SRF3 Best Talent». Im August 2020 erhielt sie die Möglichkeit, sich der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Zum Beispiel mit einem Live-Auftritt im Radio.

Auch ein Jahr später profitiert sie noch immer von dieser Auszeichnung. «Ich konnte viele Kontakte knüpfen und erhielt viel Aufmerksamkeit», sagt die 23-Jährige. Doch sie weiss, dass sie weiterhin gefordert ist: «Nun muss ich mit neuer Musik überzeugen.»

An Fleiss mangelt es bei ihr nicht. Die Zwangspause im Winter hat die Sängerin, die mit bürgerlichem Namen Alessia Merced Buttolo heisst,  fleissig genutzt: «Während des Lockdowns habe ich viel Zeit im Studio verbracht und Lieder aufgenommen», erklärt die Oberländerin, die in Wila und Wetzikon aufgewachsen ist.

Santeria in der Musik

Das Resultat lässt sich sehen. Bereits im Februar und im Juli veröffentlichte sie zwei neue Lieder. Nun folgt das nächste: Mit der Zürcher Sängerin Pilar Vega hat sie eine neue Single aufgenommen, die letzten Freitag erschienen ist: «Yemaya».

Quelle: Youtube / Mercee

Kennengelernt haben sich die beiden Künstlerinnen letzten Sommer an einem Photoshooting für ein Modehaus. Und sie haben sich auf Anhieb gut verstanden. «Wir haben dann herausgefunden, dass wir beide kubanische Wurzeln haben», sagt Mercee. Und so entstand die Idee, gemeinsam ein Lied zu produzieren.

«Unser Lied soll die Frage beantworten: ‹Wer ist die Königin?›»

Mercee, Sängerin

Und zwar im Stil von Afro- und Latin-Pop. Das Lied ist zweisprachig. Mercee singt den spanischen Teil, Pilar Vega den englischen. Das Lied handelt von Frauen, die sich verloren haben, sei es wegen dem Druck der modernen Gesellschaft oder den hohen Anforderungen . «Es geht um die Sehnsucht, das wahre Ich zu finden und die Königin, die in einem schlummert, zu erwecken», erklärt Mercee.

Der Titel hat dabei eine wichtige Bedeutung. Yemaya ist eine Göttin in der afrokubanischen Religion Santeria. Dort wird sie zum Beispiel als die göttliche Mutter angesehen. «Unser Lied soll die Frage beantworten: ‹Wer ist die Königin?›», erklärt Mercee. Die Antwort: «Todas las mujeres! Alle Frauen!»

Täglich wird geübt

Von ihrer Musik leben kann Mercee noch nicht: «Ich arbeite weiterhin Teilzeit als Coiffeuse.» Doch in ihrer Freizeit investiert sie viele Stunden in ihre Leidenschaft: «Wir proben viel mit der Band, ich mache täglich Stimmübungen und bin sicher zwei Mal pro Woche im Studio.»

Letzten Sommer konnte sie ihre ersten Konzerte geben. «Damit habe ich auch einige Gagen einnehmen können, doch dann war auf einmal wieder ein Lockdown.» Unter anderem fiel ihr Auftritt am grösseren, von der Migros organisierten M4-Music-Festival dieses Frühjahr Corona zum Opfer.

Quelle: Instagram / merceemusic

Im April trat sie nach der Zwangspause zum ersten Mal wieder vor kleinem Publikum auf. Nun sind bereits weitere Konzerte geplant.

Traum von Berlin

Seien es Auftritte oder die Zeit im Tonstudio, Mercee will jede Möglichkeit nutzen, um zu lernen: «Ich möchte Vollgas geben, mehr Erfahrung  sammeln im Studio, in der Produktion von Liedern oder Anschauungsmaterial.»

Bei dieser Arbeit ist sie nicht auf sich alleine gestellt. An ihrer Seite steht ihr Produzent Vasco Bachmann, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Ghosthall. «Mit ihm teile ich auch den grössten Teil der Kosten», sagt die Sängerin.

Konkrete Pläne für die Zukunft hat Mercee noch nicht. «Ich lasse alles auf mich zukommen.» Sie kann sich jedoch vorstellen, für einige Zeit ins Ausland zu ziehen, und dort ihre Karriere weiterzuverfolgen. «Zum Beispiel in einer Metropole wie Berlin.»

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