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Der Wettbewerb kostet 103‘000 Franken mehr

Die Durchführung des Projektwettbewerbs zum Bau von Alterswohnungen auf dem «Luppmenareal» wird teurer als geplant. An der Gemeindeversammlung vom 13. September wird sich herausstellen, ob für das Projekt zusätzlich benötigte 103‘000 Franken bewilligt werden.

Im Luppmenpark sollen nach einer langen Planungsphase bald Alterswohnungen gebaut werden., Die Villa Spörri wird das Areal weiterhin schmücken., Auch das Riegelhaus und das Kosthaus dürfen nicht abgerissen werden.

Archivbild: Fabio Meier

Der Wettbewerb kostet 103‘000 Franken mehr

Der Kredit für die Durchführung des Projektwettbewerbs zum Bau von Alterswohnungen auf dem Luppmenareal in Höhe von 245‘000 Franken ist seit März 2020 bewilligt. Wie sich in der Planungsphase gezeigt hat, reicht dieser für die Durchführung des Wettbewerbs nicht aus. Mittlerweile befindet sich das Verfahren in der Abschlussphase. Für den Projektwettbewerb qualifizierten sich acht Planungsteams für die Teilnahme. Das eingesetzte Preisgericht hatte Ende Februar die Auswahl aus 68 Bewerbungen getroffen. Nun steht Ende August die Jurierung der Projektvorschläge bevor.

Damit ist das Vorhaben gemäss Gemeindepräsident Carlo Hächler (FDP) auf Kurs: «Für mich ist das Projekt eine Herzensangelegenheit und ich möchte, dass es  zu einem Abschluss kommt mit dem alle Beteiligten, sowohl die im Projekt involvierten wie auch die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Hittnau, zufrieden sind.»

Falsch kalkuliert

Der zusätzlich erwartete Mehraufwand beläuft sich auf 81‘000 Franken.  Somit ist rückblickend klar, dass die Kosten in allen Positionen zu knapp berechnet wurden. Die Gemeinde begründet die Mehrkosten damit, dass der Aufwand der Jury wegen einer sehr hohen Anzahl an Bewerbern deutlich über der ursprünglichen Schätzung lag. Die Kosten der Projektbegleitung sind um 15‘000 Franken gestiegen. Die Kosten des Beurteilungsgremiums um 20‘000 Franken.

Weiter habe sich die hohe Komplexität des Vorhabens gezeigt: «Es handelt sich um ein sehr grosses Projekt, bei dem die hinzukommenden Kosten des Wettbewerbs bei der Bewilligung des Kredits noch nicht absehbar waren», sagt Hächler. «Als der Kredit bewilligt wurde, sind die Experten noch nicht dabei gewesen.»

Zusätzliche Unterstützung

So mussten laut Hächler in vielen Bereichen Experten hinzugezogen werden. «Wir mussten erst noch jemanden finden, der sich bezüglich der Bedürfnisse von künftigen Bewohnern auskennt.» Ebenfalls habe die Genossenschaft Alterswohnungen Luppmenpark (GAL) bei der Bereinigung und Vertiefung des Raumprogramms für die geplanten Alterswohnungen Unterstützung benötigt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass der Vorstand der GAL über zu wenig Erfahrung in der Realisierung eines solchen Grossprojekts verfüge.

Um die weiterhin bestehenden Projektrisiken im Griff behalten zu können, sei eine professionelle Bauherrenunterstützung für die GAL unabdingbar. So lasse das grosse Interesse an einer Teilnahme am Projektwettbewerb und die fachliche Qualifikation der Planungsteams darauf  schliessen, dass der Wettbewerb gut vorbereitet gewesen sei, wie die Gemeinde Hittnau mitteilt. «Qualitativ werden sehr gute Projektvorschläge erwartet», sagt Hächler.

Kredit für Baurechtsvertrag

Neben der Durchführung des Projektwettbewerbs soll  das Luppmenareal der GAL im Baurecht übergeben werden. Dementsprechend werde ein Vertrag ausgearbeitet, der den besonderen Bedingungen gerecht werde.  Dieser  soll so gestaltet werden, dass die GAL Fördermittel des Bundes sowie wenn nötig Mittel der kantonalen Wohnbauförderung in Anspruch nehmen könne. Der Baurechtsvertrag soll bis zum Abschluss des Projektwettbewerbs im Jahr 2022 hinsichtlich des Urnengangs im September 2022 vorliegen.

Die GV wird wegweisend sein

Für diese Arbeiten müsste an der kommenden Gemeindeversammlung ein Verpflichtungskredit von 22‘000 Franken bewilligt werden. Zusammen mit dem zusätzlichen Aufwand für den Projektwettbewerb ergeben sich laut Hächler Zusatzkosten von insgesamt 103‘000 Franken. Diese Kosten unterbreitet der Gemeinderat an der Gemeindeversammlung  vom 13. September 2021. Über die beiden Kreditanträge können die Stimmberechtigten separat abstimmen.

Werden die Mittel bewilligt, so werden sie gänzlich dem Emil-Spörri-Fonds entnommen, der für die Planung im Rahmen des Luppmenareals genutzt wird. «Wir wollen die Leute nicht vor vollendete Tatsachen stellen und informieren deshalb lieber frühzeitig und sachlich», so Hächler. Bis zur Finalisierung des Projekts wolle man deshalb noch drei Workshops durchführen, um die Gemeindemitglieder noch mehr miteinzubeziehen.

 

 

 

 

 

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