Diva hebt den Kopf, als Beat und Katrin Hürlimann die Strasse Im Dörfli überqueren und auf sie zukommen. Auch zwei ihrer Artgenossen machen sich auf den Weg, um das Bauernpaar an der Umzäunung mitten in der Ustermer Aussenwacht Freudwil zu begrüssen.
Kaum überwindet Beat Hürlimann den Zaun, ist er von drei der insgesamt acht Pferden umringt und verschwindet trotz seiner Körpergrösse von über 1,80 Meter hinter dem mächtigen Wallach Karino. «Wir betreiben hier Gruppenhaltung. Weil Rösser ausgeprägte Herdentiere sind, sollen sie immer beieinander sein. Einzelhaltung ist für das Ross sehr widernatürlich.» Deswegen könnten sie auf ihrem Hof fressen, schlafen, im Stall ein- und ausgehen und so den sozialen Kontakt untereinander pflegen.
«In Freudwil schaut die Stadt Uster besonders genau hin.»
Beat Hürlimann, Landwirt Freudwil
Jüngst hat der 50-Jährige für die Pferde einen zusätzlichen Auslauf geschaffen, was wegen des Ortsbildschutzes nicht ganz einfach gewesen sei. «In Freudwil schaut die Stadt Uster besonders genau hin. Der Vorteil ist, dass so nicht alles verbaut wird.» Der Nachteil, dass er, wie zuletzt für ein 200 Quadratmeter grosses Stück Wiese, eine Baubewilligung einholen musste, weil er den zusätzlichen Auslauf mit Kies für seine Pferde schaffen wollte. Das habe 2500 Franken gekostet.
Missverständnisse in der Pferdehaltung

